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Lindsey Vonn war nicht zufrieden © APA (epa)

Bei drei Punkten Rückstand auf Maria Riesch im Gesamtweltcup und der Unsicherheit, ob es am Samstag einen Riesentorlauf und

Bei drei Punkten Rückstand auf Maria Riesch im Gesamtweltcup und der Unsicherheit, ob es am Samstag einen Riesentorlauf und damit noch eine Chance auf den Kugelgewinn für sie gibt, beginnt nun auch bei Lindsey Vonn das Nervenflattern. Die US-Amerikanerin sprach von einem unfairen Slalom in Lenzerheide und zeigte wenig Verständnis für die ihrer Meinung nach unflexible Programmplanung beim Finale.

Vonn machte auch am Freitag keinen Hehl aus ihrer Enttäuschung ob der Absage des Super-G am Donnerstag, in ihrer stärksten Disziplin hatte sie vor den Technikbewerben einen größeren Vorsprung auf Riesch herausholen wollen. Dass beide Slalomdurchgänge am Freitag auf nur einem Kurs gefahren wurden, der noch dazu von DSV-Trainer Christian Schwaiger gesetzt worden war, erzürnte die 26-Jährige zusätzlich. "Es war unfair für höhere Startnummern. Man hätte für den zweiten Durchgang auch ein paar Tore umsetzen können, dort wo die Löcher waren. Und wir konnten den Kurs ja auch nicht mehr inspizieren", sagte Vonn.

Neuschnee und weiche Pistenverhältnisse hatten die Organisatoren vor eine große Herausforderung gestellt, mit Mühe und Salz schafften sie es, einen renntauglichen Kurs zustande zu bringen. Aufs Vonns Beschwerden angesprochen, sagte Disziplinsiegerin Marlies Schild, die hinter der Slowenin Tina Maze Zweite geworden war: "Ich in sehr glücklich, dass wir gefahren sind. Ich fand es eine gute Entscheidung. Ich hätte auch keine Inspektion mehr benötigt, ich denke, das hätte keinen Unterschied gemacht." Vonns Kritik wurden auch von der Resultatsliste entkräftigt: Siegerin Maze trug die 15 auf ihrer Brust, Vonn die 16.

Erbost ist Vonn auch, dass man beim Finale am Renn-Fahrplan festhält und nicht vorrangig versucht, die Disziplinen durchzubringen und dafür den Teambewerb am Sonntag zu streichen. "Ich verstehe die Gründe dafür nicht. Ich meine, das hier ist das Finale. Da geht es überall um alles, da zählt jedes Rennen. Das wäre fairer und besser für alle." Über die Saison gesehen muss man allerdings anmerken, dass exakt vier Rennen abgesagt und nicht nachgetragen worden sind, und zwar eine Abfahrt, ein Super-G, ein Riesentorlauf und ein Slalom. Womit die Chancengleichheit eigentlich hergestellt wäre.

Aufgegeben hat Vonn den Gesamtweltcup aber noch nicht, Selbstvertrauen für den Riesentorlauf hat sie sich zuletzt mit Rang drei in Spindlermühle geholt. "Ich weiß, ich kann dabei sein. Ich möchte fahren wie am vergangenen Wochenende. Ich hoffe, ich kann mein Rennen fahren. Und ich hoffe, es wird ein faires Rennen und ich bin in der Situation, dass ich Maria schlagen kann."

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