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Kapfenberger Deni Alar bejubelt Treffer zum 2:0 © APA (Leodolter)

Der Tabellenachte SV Kapfenberg hat am Samstag mit dem 2:1-Heimerfolg über Winterkönig Ried den ersten Fußball-Bundesliga-Sieg

Der Tabellenachte SV Kapfenberg hat am Samstag mit dem 2:1-Heimerfolg über Winterkönig Ried den ersten Fußball-Bundesliga-Sieg im Jahr 2011 gefeiert. Großer Matchwinner für die zuletzt sieben Runden sieglosen Steirer war Deni Alar mit einem Doppelpack (23., 53.). Ried ist dagegen schon vier Monate ohne Auswärtspunkt.

Die weiter viertplatzierten Gäste aus Oberösterreich verzeichneten durch Daniel Royer (56.) immerhin ihren ersten Auswärtstreffer seit dem 3:3 am 20. November des Vorjahres in Kapfenberg. Ried dominierte das 200. Liga-Spiel im Franz-Fekete-Stadion zunächst mit gutem Kurz-Pass-Spiel und hätte bereits früh in Führung gehen können. Denn Schiedsrichter Christian Dintar bedachte die Gäste in Minute acht nach einem spektakulären Fall von Hammerer im Strafraum mit einem Elfergeschenk. Doch der Spanier Carril scheiterte mit seinem flach in die Mitte geschossenen Strafstoß kläglich an Kapfenberg-Schlussmann Raphael Wolf (9.), der bereits zum dritten Mal in dieser Saison einen Penalty parierte.

Nach einer Viertelstunde wurden auch die Kapfenberger gefährlich, etwa durch einen Fukal-Kopfball nach Kocin-Freistoß (19./knapp vorbei). Der Führungstreffer der Steirer resultierte aus einer Lewerenz-Freistoßflanke, hätte aber nicht gegeben werden dürfen. Fukal stützte sich nämlich bei seinem Kopfball-Versuch klar auf Ried-Kapitän Stocklasa auf, der deshalb anstatt zu klären an die Latte köpfelte. Danach reagierte Alar am schnellsten und verwertete den Abpraller per Kopf (23.).

Die Rieder ließen sich durch diesen Gegentreffer nicht beirren und spielten gepflegt weiter, hatten aber bei einem Latten-Kopfball von Stocklasa Pech (29.). Kurz nach der Pause führte jedoch eine weitere Standardsituation zum 2:0 für die Hausherren: Nach einem Kocin-Eckball herrscht zunächst Verwirrung, die Fukal nützte und ideal per Kopf auf Alar leitete. Und der 21-Jährige stellte aus der Drehung mustergültig auf 2:0 (53.).

Den Riedern gelang nur drei Minuten später der verdiente Anschlusstreffer nach einer tollen Kombination, die Royer selbst eingeleitet und nach Schrammel-Pass sowie Carril-Idealvorlage perfekt abgeschlossen hatte. In der 63. Minute wurde den Innviertlern zunächst ein weiterer Foul-Elfer zugesprochen, nachdem wieder Hammerer im Sechzehner zu Fall gekommen war. Doch Referee Dintar revidierte seine Entscheidung nach Rücksprache mit seinem Assistenten, da Ried-Wechselspieler Zulj bereits zuvor ein Handspiel begangen hatte.

Nach dieser Schrecksekunde brachten die nun vier Matches ungeschlagenen Kapfenberger aber den ersten Heimsieg seit dem 4:1-Erfolg am 6. November 2010 über Abstiegskandidat LASK souverän ins Trockene. Damit hat das Team von Werner Gregoritsch zehn Runden vor Meisterschaftsende bereits komfortable 17 Punkte Vorsprung auf das Tabellenschlusslicht aus Linz.

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