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Innsbrucker erkämpften drei Punkte gegen Sturm © APA (Parigger)

Sturm Graz hat am Samstag in der Fußball-Bundesliga die erste Frühjahrsniederlage kassiert. Die Steirer verloren in einer

Sturm Graz hat am Samstag in der Fußball-Bundesliga die erste Frühjahrsniederlage kassiert. Die Steirer verloren in einer ausgeglichenen Partie auswärts gegen Wacker Innsbruck knapp mit 0:1 und mussten die Tabellenführung aufgrund des schlechteren Torverhältnisses an die Wiener Austria (beide 45 Punkte) abgeben. Die Wiener sind erst am Sonntag auswärts gegen Meister Salzburg (42) im Einsatz.

Die Tiroler (38) feierten den zweiten 1:0-Sieg in Folge, sind seit drei Runden ungeschlagen und ohne Gegentreffer und wahrten den Anschluss an die Europacup-Plätze. Sieben Punkte fehlen der weiter siebentplatzierten Truppe von Coach Walter Kogler gar nur mehr auf die in Führung liegende Austria. Der spielentscheidende Treffer resultierte aus einem Eigentor von Gordon Schildenfeld per Kopf nach einem Freistoß des starken Muhammed Ildiz (87.).

Nach einer Gedenkminute für den verstorbenen Ex-Gratkorn-Trainer Michael Fuchs sowie die Erdbebenopfer in Japan bekamen die 9.800 Zuschauer im Tivoli-Stadion vor der Pause eine chancenarme, von Taktik geprägte Partie geboten. Beide Teams waren, wie schon aufgrund der letzten Auftritte durchaus zu erwarten war, auf Sicherheit bedacht.

Die Grazer kamen zumindest zu zwei Chancen aus dem Spiel heraus. Wacker-Goalie Grünwald war allerdings bei einem Hölzl-Abschluss nach einem Konter auf dem Posten (23.) und hatte auch mit einem zu schwach angetragenen Kopfball von Szabics keine Mühe (38.). Der Ungar bildete zum ersten Mal seit dem 12. Dezember 2010 (1:2 in Salzburg) wieder mit seinem Standard-Sturm-Partner Roman Kienast das Grazer-Angriffsduo. Der 14-fache Saisontorschütze Kienast wirkte bei seinem Comeback in der Startformation nach überwundenem Muskelfaserriss lauffreudig, dribbelstark und sorgte damit für Schwung.

Die Gastgeber hatten etwas mehr Spielanteile, kamen aber kein einziges Mal wirklich gefährlich in den Strafraum. Aus einer Standardsituation wäre aber doch beinahe der Führungstreffer gelungen: Ein schön über die Mauer getretener Freistoß von Ildiz ging unmittelbar vor dem Pausenpfiff hauchdünn am Tor vorbei, Sturm-Goalie Cavlina wäre chancenlos gewesen (45.).

Nach einem neuerlich schwachen Beginn nahm die Partie mit Fortdauer der zweiten Hälfte allmählich an Fahrt auf. Grünwald drehte einen Schildenfeld-Heber über die Latte (57.), auf der anderen Seite ging ein Burgic-Kopfball genauso daneben (58.) wie ein von Pichler per Kopf verlängerter Ildiz-Freistoß (68.). In der Schlussphase nahmen die Gastgeber etwas mehr Risiko und wurden dafür auch belohnt. Einen Freistoß von Ildiz lenkte Schildenfeld per Kopf ins eigene Tor (87.). Die Innsbrucker hatten dabei Glück, weil Schildenfeld vom im Abseits befindlichen Merino leicht behindert worden war. Damit war die erste Frühjahrsniederlage der Grazer, die 2011 auswärts noch ohne Sieg sind, im siebenten Spiel nach drei Siegen und drei Remis perfekt.

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