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Beste Allrounderin des Winters © APA (epa)

Die Tops der am Sonntag in Lenzerheide zu Ende gegangenen alpinen Ski-Weltcup-Saison

Die Tops der am Sonntag in Lenzerheide zu Ende gegangenen alpinen Ski-Weltcup-Saison 2010/2011:

Maria Riesch: Als dritte Deutsche gewann die 26-Jährige aus Garmisch-Partenkirchen den alpinen Ski-Weltcup der Damen. Mit Siegen in vier Disziplinen und Stockerlplätzen in allen fünf präsentierte sie sich als beste Allrounderin. Was sie in der nächste Saison als Ehefrau anpeilt, hat sie schon verraten: "Ganz großes Ziel von mir ist ein Sieg im Riesenslalom, das steht noch aus. Ich war als Zweite in dieser Saison nah dran. Das ist das oberste Ziel für die nächste Saison."

Lindsey Vonn: Die US-Amerikanerin verteidigte ihre kleinen Kristallkugeln in Abfahrt, Super-G und Super-Kombination. Mit acht Siegen hat sie von allen Athletinnen die meisten Rennen gewonnen, den vierten Gesamtsieg in Folge verpasste sie nur um drei Punkte. Und war "am Boden zerstört". Gratulationen an Riesch bei der Kugel-Verleihung kamen ihr nicht über die Lippen, sie gab keine Interviews und tauchte nur beim abendlichen Termin ihres Sponsors Head auf. Und mied die Nähe zu Markenkollegin Riesch, schickte aber eine Kampfansage für nächste Saison in deren Richtung.

Marlies Schild: Die Salzburgerin dominierte den Slalom nach Belieben mit sechs Siegen und einem zweiten Platz bei zwei Ausfällen in neun Rennen. Mit dem Weltmeistertitel hatte sie auch ihren ersten Einzel-Titel wahr gemacht. Nächsten Winter möchte die Lebensgefährtin des rekonvaleszenten ÖSV-Stars Benjamin Raich, die am 31. Mai 30 Jahre wird, auch im Riesentorlauf wieder an frühere Leistungen anschließen.

Ivica Kostelic: Vor allem dank eines Super-Jänners mit sieben Siegen und 999 Punkten in 14 Rennen gewann der Kroate den Gesamtweltcup mit 1.356 Zählern überlegen vor dem Schweizer Didier Cuche (956). ÖSV-Herren-Rennsportleiter Mathias Berthold dazu: "Erstaunlicher Kostelic. Da gewinnt er München und startet eine Serie, ein Wahnsinn. Um sie gleich schnell auch wieder zu beenden. Aber er hat sich die Kugel zurecht verdient, er war über alle Disziplinen plötzlich ganz stark."

Didier Cuche: Am 16. August wird der Schweizer 37 Jahre. Kein Grund, aufzuhören. Und schon überhaupt nicht mit den kleinen Kristallkugeln von Abfahrt und Super-G in der Tasche. Der älteste Gewinner im Weltcup überhaupt sowie in Abfahrt, Super-G und Riesentorlauf im Speziellen ist nicht nur ein großartiger Skirennläufer, sondern auch ein starker Charakter und eine Bereicherung der Szene.

Michael Walchhofer: Vier Weltcuprennen hat der Zauchenseer in seiner finalen Saison noch gewonnen, bis zuletzt hatte er Chancen auf die Speed-Kugeln. Auch wenn es damit nicht geklappt hat, konnte sich der dreifache Familienvater mit erhobenem Haupt verabschieden. Walchhofer wurde als Fünfter bester Österreicher im Gesamtweltcup, auf Rang drei fehlten nur 66 Punkte.

Mario Matt: Der Flirscher hat sich durch die Krise gekämpft. Mit Startnummern über 40 schlug er sich Anfang Jänner noch herum, am Ende der Saison stehen im Slalom zwei Siege, ein zweiter, zwei vierte und ein fünfter Rang zu Buche. Der 31-Jährige wurde Disziplinvierter und damit bester Österreicher. Der zweifache Slalom-Weltmeister war auch bei den Welttitelkämpfen in Garmisch-Partenkirchen als Vierter bester Österreicher.

Moral im ÖSV-Herrenteam: Nach dem Horror-Sturz von Hans Grugger und den weiteren verletzungsbedingten Ausfällen von Benjamin Raich, Marcel Hirscher, Mario Scheiber, Georg Streitberger und vorübergehend Hannes Reichelt hatte es im ÖSV-Team bei WM und im Weltcup noch zu Spitzenplätzen gereicht. Das spricht für Breite und Moral der Mannschaft, meinte Rennsportleiter Mathias Berthold. "Andere Mannschaften würden nicht mehr existieren."

ÖSV-Mannschaften: Zum 32. Mal und zum 22. Mal in Folge ging die Nationenwertung an Österreich. Dafür verantwortlich waren bei Damen und Herren insgesamt zusammen 17 Siege, 15 zweite sowie 16 dritte Plätze.

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