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Der Sturz von Hans Grugger schockte Österreich © APA (Archiv/Parigger)

Die Flops der am Sonntag in Lenzerheide zu Ende gegangenen alpinen Ski-Weltcup-Saison

Die Flops der am Sonntag in Lenzerheide zu Ende gegangenen alpinen Ski-Weltcup-Saison 2010/2011:

Verletzungen: Lang ist die Verletztenliste wieder einmal im Herren-Lager geworden und erwischt hat es vor allem das österreichische Team mit Benjamin Raich, Marcel Hirscher, Mario Scheiber, Georg Streitberger und vorrübergehend Hannes Reichelt. Ums Leben gekämpft hat Hans Grugger nach seinem schrecklichen Sturz in Kitzbühel, vergangenen Freitag durfte er nach 57 Tagen Krankenhausaufenthalt heimgehen. "Mir geht es so weit gut. Ich habe noch Probleme mit dem linken Fuß sowie mit der Konzentration. Aber ich hoffe, es wird wieder alles ganz normal", meinte der 29-Jährige.

Zerbrochene Freundschaft: Vor aller Augen ist eine lange Jahre auch öffentlich gepflegte Freundschaft zerbrochen, die derzeit kaum zu kitten scheint. Während sich die Deutsche Maria Riesch in den vergangenen Jahren stets als faire Verliererin gezeigt hat, kennt die US-Amerikanerin Lindsey Vonn diese Eigenschaft nicht. Gesamtweltcupsiegerin Riesch bedauert dies und rechnet nicht, dass Vonn zu ihrer Hochzeit im April kommen wird.

Entwicklung am Materialsektor: Der Weltverband (FIS) hat eine Reihe von Initiativen gestartet, um die Sicherheit der Athleten und Athletinnen im alpinen Skirennsport zu erhöhen. Das ist erfreulich. Allerdings geht die Sache nur äußerst zäh voran und für den Beginn der kommenden Saison ist auch noch nicht mit Neuerungen zu rechnen. Man wolle keine Schnellschüsse machen, heißt es nun seit bereits einigen Jahren. Immerhin Tests mit Ski-Prototypen gibt es aber bereits.

Maulkorberlass: Die FIS lässt sich (zu) heftige Kritik von Rennläufern nicht mehr gefallen. Wer seinen Unmut über Pistenpräparierung und Sonstiges öffentlich äußert, riskiert eine Geldstrafe von 5.000 Schweizer Franken (3.919 Euro) und eine schriftliche Verwarnung. Herren-Renndirektor Günter Hujara hatte erstmals im Dezember 2010 in Beaver Creek darauf hingewiesen, als die Athleten sich wegen des Farce-Abfahrtstrainings beschwert hatten. Der Kroate Ivica Kostelic entging in Kitzbühel einer Strafe, der Schweizer Didier Cuche in Kvitfjell nicht.

Absagen: Von 38 angesetzten Damen-Rennen haben fünf nicht stattgefunden (je eine Abfahrt, ein Super-G, ein Slalom sowie zwei Riesentorläufe), von 39 Herren-Rennen drei nicht (ein Super-G, zwei Riesentorläufe). Bei den Damen fielen mit Marburg und Sestriere gleich zwei komplette Rennwochenenden aus, ein paar Bewerbe konnten nachgetragen werden. Hart traf es vor allem das Finale in Lenzerheide, beide Super-G sowie beide Riesentorläufe konnten wegen Neuschnees, Regen und weicher Pistenverhältnisse nicht stattfinden.

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