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Gute Laune, positive Stimmung beim ersten Training © APA (Jäger)

Österreichs Fußball-Teamspieler sind am Montag mit viel Optimismus ins Trainingslager in Bad Tatzmannsdorf gestartet. Zlatko

Österreichs Fußball-Teamspieler sind am Montag mit viel Optimismus ins Trainingslager in Bad Tatzmannsdorf gestartet. Zlatko Junuzovic und Emanuel Pogatetz sehen in den anstehenden Partien der EM-Qualifikation am Freitag in Wien gegen Belgien und am darauffolgenden Dienstag in Istanbul gegen die Türkei die Gelegenheit, die Anwartschaft auf Platz zwei in Gruppe A weiter zu untermauern.

Mit einem Sieg am Freitag wäre Belgien so gut wie fix aus dem EM-Rennen und Österreichs Position zusätzlich gefestigt. Junuzovic weiß aber, dass der WM-Vierte von 1986 nur äußerst schwer zu knacken ist. "Auf uns wartet ein schwieriges Spiel. Beim 4:4 in Brüssel haben uns die Belgier ein bisschen unterschätzt, diesmal werden sie sich besser auf uns einstellen", vermutete der Austria-Mittelfeldspieler.

Dennoch hält sich der Respekt von Österreichs "Fußballer des Jahres" vor Daniel Van Buyten und Co. in Grenzen. "Wir haben unsere Qualitäten in der Offensive und sind unberechenbarer geworden", betonte Junuzovic. "Wir gehen mit breiter Brust ins Match, denn wir wissen, was wir können. Wir müssen aber als ganze Mannschaft kompakt stehen und unsere Chancen nutzen, und es wird auch auf die Tagesverfassung ankommen."

Auch Pogatetz forderte höchste Konzentration ein. "Wir sind stark genug für den zweiten Platz in der Gruppe. Aber wir können uns keinen schlechten Tag erlauben und müssen alle am Limit spielen." Für die Belgier bietet sich in der Partie im Happel-Stadion die wohl letzte Chance, im Rennen um Platz zwei zu bleiben, was laut Pogatetz aber nicht bedeutet, dass ausschließlich die Gäste unter Zugzwang stehen. "Sie haben nicht mehr Druck als wir", sagte der Hannover-Legionär.

Um gegen die Belgier erfolgreich zu sein, müssten die richtigen Lehren aus dem 1:3 gegen die Niederlande gezogen werden, so Pogatetz. "In diesem Match hat man gesehen, dass uns zur Weltspitze noch einiges fehlt. Wir müssen mehr auf den Ballbesitz achten. Die Holländer haben uns gezeigt, dass der Druck zu groß wird, wenn man selten im Ballbesitz ist", warnte der Steirer, der in diesem Zusammenhang für einen geordneteren Spielaufbau plädierte. "Wir müssen nicht immer gleich den tödlichen Pass spielen, sondern vielleicht einmal einen Sicherheitspass zusätzlich."

Laut ÖFB-Fitness-Coach Mike Steverding hat der Hannover-Legionär mit seinen starken Leistungen bei den Niedersachsen mitgeholfen, das Image von ÖFB-Spielern in der deutschen Bundesliga nachhaltig zu verbessern. "Es ist eindeutig, dass sich die österreichischen Fußballer in Deutschland mehr Anerkennung erarbeitet haben. Egal wo man hinschaut, die Spieler bringen Woche für Woche ihre Leistungen. Und wenn so viele Spieler in der deutschen Bundesliga spielen, heißt das, dass Österreich Qualität zu bieten hat", behauptete der Deutsche.

Sein Vorgesetzter Dietmar Constantini arbeitete im Montagvormittags-Training nur mit wenigen Kickern. Die Mehrheit des 23-Mann-Kaders absolvierte eine Regenerationseinheit im Hotel, darunter auch die angeschlagenen Marc Janko (Knöchelverletzung) und Paul Scharner (Gehirnerschütterung). Letzterer muss gegen Belgien wegen einer Sperre zuschauen. Janko wiederum ist zuversichtlich, bis Freitag einsatzbereit zu sein.

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