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Constantini hofft auf Unterstützung vom Publikum © APA (Jäger)

Österreichs Nationalmannschaft muss sich am Freitag laut Teamchef Dietmar Constantini auf einen schwierigen Gegner gefasst

Österreichs Nationalmannschaft muss sich am Freitag laut Teamchef Dietmar Constantini auf einen schwierigen Gegner gefasst machen. Vor dem EM-Qualifikations-Heimspiel gegen Belgien warnte der Tiroler vor der hohen Qualität der "Roten Teufel". "Sie haben durch die Bank gute Fußballer. Wir brauchen eine Top-Leistung und in schlechten Phasen die Unterstützung des Publikums", erklärte der 55-Jährige.

Übertriebenen Respekt wollte Constantini vor den Belgiern aber auch nicht zeigen. "Wir haben schon beim 4:4 in Brüssel bewiesen, dass wir dagegenhalten können. Wenn wir da nicht eine Rote Karte (Anm.: für Paul Scharner) bekommen hätten, hätte es ganz gut ausgeschaut", vermutete der Nationaltrainer.

Im Gegensatz zu einigen seiner Spieler verzichtete Constantini darauf, die ÖFB-Auswahl als Favorit zu bezeichnen. "Aber ich finde es gut, dass das die Spieler machen. Dann muss ich sie weniger aufbauen."

Der Coach stimmte seine Mannschaft am Dienstagvormittag mit Ausschnitten der Belgien-Auftritte beim 4:4 im Oktober gegen Österreich sowie beim 2:3 im September in der Türkei auf das Aufeinandertreffen ein. "Gegen die Türkei sieht man ganz gut, wie die Belgier auswärts agieren", sagte Constantini.

Über das denkwürdige Remis zwischen Belgien und Österreich in Brüssel wurden offenbar nicht mehr allzu viele Worte verloren. "Wenn man zu sehr die Fehler analysiert, ist das auch nicht gut. Man muss das Positive herausnehmen", betonte Constantini. Zumindest eine Lehre wurde aber gezogen - in den kommenden Tagen wird im ÖFB-Lager vor allem an der Kompaktheit gefeilt. "Man braucht eine gewisse Absicherung, auch wenn man offensiv agiert", meinte der Teamchef.

Die Belgier hingegen müssen wohl voll auf Angriff zu spielen. Während die ÖFB-Auswahl mit sieben Punkten aus drei Spielen auf Platz zwei der Gruppe A liegt, rangiert der WM-Vierte von 1986 mit vier Zählern aus vier Partien nur an der vierten Stelle. Deswegen sprach Belgiens Innenverteidiger Vincent Kompany sogar vom "wichtigsten Spiel der letzten zehn Jahre".

Für Österreich trifft dies nach der Meinung von Constantini nicht zu. "Wir haben ja 2008 auch die Heim-EM gespielt. Doch es ist schon ein extrem wichtiges Match", sagte der Tiroler, der im Teamcamp in Bad Tatzmannsdorf mit einigen Personalsorgen zu kämpfen hat.

Marc Janko (Bänderdehnung im Knöchel) und Franz Schiemer (Muskelverhärtung im Oberschenkel) mussten am Dienstag das Mannschaftstraining auslassen, auch der gegen Belgien gesperrte Paul Scharner pausierte noch wegen einer leichten Gehirnerschütterung. "Bei meinem ersten Spiel als Teamchef gegen Rumänien vor zwei Jahren hatten wir sieben Verletzte, also stehen wir jetzt ganz gut da. Man muss es so nehmen, wie es ist", zeigte sich Constantini gelassen.

Auch die Belgier sind nicht frei von Verletzungsproblemen. Marouane Fellaini, Thomas Vermaelen und Jonathan Legear stehen Teamchef Georges Leekens nicht zur Verfügung, außerdem ist der Einsatz von Jungstar Romelu Lukaku wegen einer Muskelblessur fraglich. "Der Ausfall von Fellaini ist für Belgien schon ein Verlust. Auch Lukaku ist ein wichtiger Spieler, er ist brandgefährlich", sagte Constantini.

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