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Eden Hazard überzeugt in der französischen Liga © APA (epa)

Österreich hat Marko Arnautovic und David Alaba, doch Belgiens Jungstars Romelu Lukaku und Eden Hazard befinden sich in einer

Österreich hat Marko Arnautovic und David Alaba, doch Belgiens Jungstars Romelu Lukaku und Eden Hazard befinden sich in einer anderen Preisklasse als die Zukunftshoffnungen des ÖFB-Teams. So wird der 17-jährige Anderlecht-Goalgetter Lukaku bereits auf einen Marktwert von 14 Millionen Euro geschätzt, eine Verpflichtung von Lille-Flügelflitzer Hazard kostet angeblich noch mal um zehn Millionen mehr.

Lukaku, Mittelstürmer mit kongolesischen Wurzeln, wird aufgrund seiner Torgefährlichkeit und physischer Stärke bereits als neuer Didier Drogba gehandelt. "Ich erkenne mich in ihm wieder. Ich habe fast die gleichen Qualitäten und will in seine Fußstapfen treten", erklärte der neunfache Internationale (zwei Tore), dessen Einsatz im EM-Qualifikationsspiel am Freitag (20.30 Uhr) in Wien gegen Österreich trotz leichter Muskelprobleme gesichert sein dürfte.

Der 1,91 Meter große Angreifer brachte es in der vergangenen Saison auf 15 Meisterschafts-Treffer und sicherte sich damit die Torjägerkrone in der belgischen Jupiler League. Bei Anderlecht steht der Stürmer noch bis 2015 unter Vertrag, doch schon im Sommer könnte er dem Verein aus Brüssel den Rücken kehren.

Englische Top-Clubs wie Manchester City, Arsenal oder Chelsea machen laut britischen Medienberichten Jagd auf das große Talent. Auch Real-Madrid-Trainer Jose Mourinho soll schon auf den angehenden Star aufmerksam geworden sein, der im Dezember 2009 zum größten Sporttalent Belgiens gewählt wurde. "Ich bewundere Mourinho, und Real ist ein großartiger Club. Aber ich sehe meine Zukunft eher in der englischen Premier League", betonte Lukaku.

Auch seinem Nationalteam-Kollegen Hazard scheinen in Europa alle Türen offen zu stehen. Der 20-jährige, 1,70 Meter kleine Wirbelwind von OSC Lille gilt derzeit als bester Spieler der Ligue 1. Französische Medien ziehen Parallelen zu Lionel Messi und verwenden dabei die Begriffe "Juwel", "Außerirdischer" und "Genie".

Liverpool soll 16 Millionen Euro für den Offensiv-Allrounder, der als erster Kicker in Frankreich zweimal zum besten jungen Spieler der Liga gewählt wurde, geboten haben - angeblich wollen die Lille-Funktionäre aber erst bei 25 Millionen überhaupt zu verhandeln beginnen. Kein Geringerer als Zinedine Zidane empfahl seinen Chefs bei Real Madrid schon vor Monaten, Hazard trotz dessen bis 2015 laufenden Vertrag "blind zu verpflichten". Der Bursch sei "der Star der Zukunft".

Lille ist auch dank Hazard seit gut drei Monaten nicht von der Spitze der Liga zu verdrängen. Beim wichtigen 2:1-Auswärtssieg gegen den ersten Verfolger Olympique Marseille erzielte er ein Traumtor aus 35 Metern für jenen Verein, zu dem er schon als 14-Jähriger gestoßen war. Im Alter von 16 Jahren folgte das Debüt in der Ligue 1.

Sein ehemaliger Jugendtrainer Stephane Adam schwärmt: "Eden wurde von Gott auserwählt. So einen Spieler gibt es nur alle zehn, 15 Jahre. Er ist noch nicht so gut wie Messi, kann es aber noch werden." Hazard sei schnell, helfe in der Abwehr aus, könne auf engem Raum zwei, drei Gegenspieler ausschalten sowie Tore vorbereiten und schießen.

Diese Fähigkeiten wird der 18-fache Teamspieler, der im Dezember Vater eines Sohnes wurde, wohl schon bald in einer absoluten Top-Liga unter Beweis stellen. Zuletzt versicherte er zwar den Fans, er sei "zu 100 Prozent beim OSC Lille", schloss aber auch einen baldigen Wechsel nicht aus. "Ich möchte nicht weg, doch im Fußball weiß man ja nie." Er hätte schon 2010 ins Ausland wechseln können, "aber jetzt fühle ich mich stärker und besser darauf vorbereitet, auf einem höheren Niveau zu spielen".

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