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Legionäre zuletzt mit ihren Clubs erfolgreich © APA (Jäger)

Stefan Maierhofer und Ümit Korkmaz zählen zu jenen österreichischen Fußball-Teamspielern, die dem EM-Qualifikations-Heimspiel

Stefan Maierhofer und Ümit Korkmaz zählen zu jenen österreichischen Fußball-Teamspielern, die dem EM-Qualifikations-Heimspiel am Freitag (20.30 Uhr) gegen Belgien mit großer Zuversicht entgegenblicken. Die beiden Legionäre aus der zweiten deutschen Bundesliga tankten zuletzt mit ihren Clubs Selbstvertrauen und wollen nun ihren Optimismus in die ÖFB-Mannschaft einbringen.

Maierhofer sieht die ÖFB-Auswahl für das Duell mit dem WM-Vierten von 1986 gut gerüstet. "In unserer Mannschaft steckt viel Energie und Elan. Wir haben einen hohen Kameradschaftsfaktor", erklärte der 2,02-Meter-Stürmer, der sich mit dem wiedergenesenen Marc Janko ein Rennen um den Platz als Solo-Spitze liefert. "Marc ist eher der Spieler, der vorne drin steht und spielerische Akzente setzt. Ich mache viele Wege und versuche auch, Räume aufzureißen", meinte der Niederösterreicher.

Dass er es in 15 Länderspielen erst auf einen Treffer (vor eineinhalb Jahren daheim gegen Färöer) brachte, wollte Maierhofer nicht überbewerten. "Oft war vielleicht auch ein bisschen Pech dabei. Aber ich mache auch Räume für andere Spieler auf", betonte der 28-Jährige.

Beim MSV Duisburg hat Maierhofer sein Visier besser eingestellt. Zwölf Saisontreffer erzielte er bisher für den deutschen Cup-Finalisten, darunter auch das Tor am Freitag zum 1:0-Heimsieg gegen Fortuna Düsseldorf. Angesichts dieser Bilanz rückt die Enttäuschung über das vergangenen "Seuchenjahr", als er bei den Wolverhampton Wanderers zumeist auf der Tribüne saß, in den Hintergrund.

Sein früherer Rapid-Clubkollege Korkmaz wurde ebenfalls zum Stammspieler, seit er im Winter Eintracht Frankfurt für ein halbes Jahr leihweise in Richtung Bochum verließ. Den Gang in die Zweite Liga wertet der Flügelflitzer keineswegs als Abstieg. "Ich sehe das nicht als Schritt zurück, im Gegenteil. Es ist ein gutes Gefühl, wieder etwas zu sein in der Mannschaft. Man hat einfach wieder Freude am Sport. Ich habe nach längerer Zeit gesehen, dass ich nach einem Tor wieder gelächelt habe."

Mit Bochum liegt der 25-Jährige derzeit auf Platz drei, der zur Teilnahme an Relegationsspielen um den Aufstieg berechtigt. Sollte es der VfL tatsächlich ins Oberhaus schaffen, wäre wohl auch die sportliche Zukunft von Korkmaz geklärt. Die Bochumer besitzen im Aufstiegsfall eine Kaufoption für den achtfachen ÖFB-Internationalen, die sie wohl einlösen würden. "Wenn ich mit Bochum aufsteige, erledigt sich diese Frage glaube ich von selbst", vermutete Korkmaz.

Auch Maierhofers Leihvertrag in Duisburg endet im Sommer, in der kommenden Saison müsste er nach derzeitigem Stand wieder zu Wolverhampton zurück. Eventuell könnten sich für den Mittelstürmer aber noch andere Optionen auftun. "Ich habe meinen Namen in den letzten acht Monaten ins Rampenlicht gerückt", behauptete Maierhofer.

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