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Ein Sieg ist wohl Pflicht © APA (Jäger)

Für Österreichs Fußball-Nationalmannschaft beginnt am Freitag (20.30 Uhr/live ORF eins) die vorentscheidende Phase der

Für Österreichs Fußball-Nationalmannschaft beginnt am Freitag (20.30 Uhr/live ORF eins) die vorentscheidende Phase der EM-Qualifikation. Die ÖFB-Auswahl benötigt im Wiener Happel-Stadion gegen Belgien wohl einen Sieg, um weiterhin gute Chancen auf Platz zwei in Gruppe A zu haben und vor dem Dienstag-Auswärtsspiel gegen die Türkei Selbstvertrauen zu tanken.

Teamchef Dietmar Constantini ist sich der Bedeutung der Partie bewusst. "Es ist ein richtungsweisendes Spiel. Belgien ist mit einer Niederlage weg, und für uns wäre eine Niederlage auch nicht gut", analysierte der Tiroler. Seine Mannschaft liegt derzeit in Gruppe A mit sieben Punkten aus drei Partien auf Platz zwei, den viertplatzierten Belgiern fehlen nach Verlustpunkten gerechnet schon sechs Zähler auf Österreich.

Aufgrund dieser Ausgangsposition erwartet Constantini einen äußerst offensiv agierenden Gegner. "Ich gehe davon aus, dass die Belgier von Beginn an voll attackieren werden." Deshalb sei es dringend notwendig, die zahlreichen Fehler in der Defensive beim 4:4 in Brüssel im Oktober zu vermeiden. "Wir müssen hinten besser stehen und weniger Chancen zulassen als in Belgien", forderte der Teamchef.

Aus dem spektakulären Unentschieden vor fünf Monaten zog Constantini aber auch positive Rückschlüsse. "Wir hätten dieses Spiel gewinnen können, und das gibt uns die Überzeugung, dass wir auch am Freitag gewinnen können."

Der 55-Jährige warnte seine Mannschaft davor, sich von den Zuschauern im Happel-Stadion nach vorne peitschen zu lassen. "Wenn über 40.000 Fans wollen, dass wir auf ein Tor spielen, besteht die Gefahr, dass die Defensive vernachlässigt wird. Aber das wird schon passen."

Die Belgier sieht Constantini auf einer Augenhöhe mit Österreich. "Das ist eine Top-Mannschaft, die aber in unserer Reichweite ist." Der Coach machte keine Angaben darüber, wie die "Roten Teufel" geknackt werden könnten. "Vor dem Spiel über die gegnerischen Schwachstellen zu reden, ist das Letzte, was man tun sollte."

Constantini beschäftigt sich lieber mit den Stärken des eigenen Teams. "So wie die Mannschaft in den letzten Tagen agiert hat, macht mich das optimistisch", sagte der Tiroler, der noch um die Fitness von Franz Schiemer bangt. Der Oberösterreicher wäre wohl als rechter Verteidiger vorgesehen und sollte auf dieser Position das starke Flügelspiel der Belgier kontrollieren. Allerdings wird der "Bulle" noch immer von einer Muskelverhärtung im Oberschenkel geplagt, sein Einsatz entscheidet sich frühestens nach dem Abschlusstraining am Donnerstagabend.

Marc Janko hingegen würde definitiv zur Verfügung stehen, Constantini könnte jedoch neuerlich Stefan Maierhofer den Vorzug geben. In diesem Fall würde wie schon in den vergangenen vier Länderspielen Christian Fuchs die ÖFB-Elf aufs Feld führen. Für Constantini ist die Frage nach dem Spielführer aber ohnehin überbewertet. "Janko und Fuchs sind beide Kapitän", erklärte der Nationaltrainer.

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