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Österreicher sind technisch nicht konkurrenzfähig © APA (Neubauer)

Das österreichische Fußball-Nationalteam hat sich in der EM-Qualifikation mit einer 0:2-Heimpleite gegen Belgien um seine gute

Das österreichische Fußball-Nationalteam hat sich in der EM-Qualifikation mit einer 0:2-Heimpleite gegen Belgien um seine gute Ausgangsposition gebracht. Die Spieler müssen ihren Kopf nach der blamablen Vorstellung aber schon wieder nach vorne richten. Denn schon am Dienstag soll in der Türkei die "Mini-Chance" auf eine erfolgreiche Qualifikation soll gewahrt werden.

Dazu muss in Istanbul aber zumindest gepunktet werden, sonst würde auch Teamchef Dietmar Constantini schwer in Bedrängnis geraten. Die Spieler sind sich der Situation bewusst. "Wir müssen realistisch bleiben. In der Türkei ist es noch um ein Hauseck schwerer als zu Hause gegen Belgien", betonte Abwehrchef Emanuel Pogatetz. "Auch Belgien war nicht überragend, aber wir hatten nicht die Qualität, ihren Abwehrriegel zu knacken."

Tatsächlich wirkte das ÖFB-Team in der Offensive planlos, dazu in der Defensive fehleranfällig. Hinzu kamen grobe technische Mängel, die das Team nicht EM-würdig erscheinen lassen. "Heute war der Wurm drinnen - von hinten bis ganz nach vorne", meinte Kapitän Marc Janko, der die einzige Großchance vergeben hatte, nachdem er glücklich an den Ball gekommen war (11.). "Ich hätte natürlich früher schießen müssen", gestand der Stürmer, der den Vorzug gegenüber Stefan Maierhofer erhalten hatte.

Bei seinem Austausch in Minute 54 wurde Janko, der sich neben seinem Mittelhandbruch auch leicht an der Schulter lädierte, mit einem Pfeifkonzert bedacht. Der Kapitän sprach von einer leichten Verunsicherung im Team, die gerade für junge Spieler schwer abzuschütteln sei. "In der Türkei wird es aber ein ganz anderes Spiel von der Ausgangslage her", erklärte Janko. Daher könnte an seiner Stelle auch Maierhofer in der Startformation stehen.

Der Sturmriese fand klare Worte für die indiskutable Leistung gegen Belgien. "Wenn sich einige in den Spiegel schauen, müssen sie ehrlich sein zu sich selbst. Einige müssen sich hinterfragen, ob sie genug gegeben haben", meinte Maierhofer. "Das Engagement hat nicht gepasst. Das Positive ist, dass wir am Dienstag gleich wieder die Chance haben, alles gut zu machen." Die Türken hätten viel mehr Druck. "Wir haben eigentlich nichts zu verlieren."

Denn die passable Ausgangsposition nach sieben Punkten aus drei Spielen im Herbst ist in Gruppe A ohnehin dahin. "Wir haben uns viel ruiniert, die Euphorie hat einen Dämpfer bekommen", sagte Jankos Ersatzkapitän Christian Fuchs. "Wir haben keinen Plan gehabt. Es ist eine Disziplinlosigkeit, wenn in der Defensive Zonen nicht eingehalten werden", kritisierte der Außenverteidiger. "Da muss sich jeder bei der eigenen Nase nehmen."

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