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Ganze Gemeinde auf den Beinen © APA (Gindl)

Der Rummel war groß, als die Gemeinde Altenmarkt-Zauchensee (Pongau) am Samstag das Karriere-Ende ihres prominenten Bürgers

Der Rummel war groß, als die Gemeinde Altenmarkt-Zauchensee (Pongau) am Samstag das Karriere-Ende ihres prominenten Bürgers Michael Walchhofer gefeiert hat. Ortschef Winter überreichte ihm den Ehrenring der Gemeinde, Sportreferent LHStv. Brenner das Ehrenzeichen des Landes Salzburg. Und eine Gemeindestraße wird ab sofort Walchhofers Namen tragen.

Um 19.00 Uhr rollte der Gewinner von 19 Weltcup-Bewerben und einer olympischen Silbermedaille in einer Limousine zur Bühne. Kaum war er ausgestiegen, setzten Jubelrufe ein. Hunderte Fans waren trotz Regens gekommen, um ihren "Walchi" zu feiern. Die örtliche Skiclub-Jugend stand mit Fackeln Spalier, die heimische Trachtenmusikkapelle und Feuerwehrmusik gaben Ständchen zum Besten, die Radstädter Sopranistin Christiane Schober wartete mit Liedern auf. Ein Karriererückblick des ORF lieferte bewegende Bilder über die großen Momente von Walchhofers Laufbahn. Nach einem Feuerwerk sorgte eine Ö3-Disco für heiße Rhythmen.

Neben dem Ehrenring übergab der Bürgermeister dem 35-jährigen Pongauer ein Plakat mit dem Schriftzug "Michael-Walchhofer-Straße". Die bisherige Schwimmbadstraße, in der sich das neue Gemeindeamt, das Ärzte- und Sozialzentrum und das Seniorenheim befinden, wird in den Namen des Spitzensportlers umgetauft.

Der nunmehrige Ex-Rennläufer freut sich auf neue Herausforderungen im Leben. Der verheiratete Vater von drei Kindern will sein Sportmanagementstudium forstsetzen und künftig mehr zu Hause und im Hotel in Zauchensee sein, das seine Frau führt. Was er sonst noch vor hat, lässt er offen. Es soll aber etwas mit dem Skisport zu tun haben.

Das Fest für Michael Walchhofer stand auch im Zeichen der Erdbeben-Katastrophe in Japan. "Wir sammeln für unsere japanische Partnergemeinde Matsuo, die in der Präfektur Iwate liegt", erklärte der Bürgermeister. Als Altenmarkt von der Katastrophe erfuhr, wollte man zuerst auf die Feier verzichten. Doch dann habe auch Michael Walchhofer gemeint, man solle das Fest veranstalten und dabei um Spenden für die japanischen Freunde bitten, erzählte Winter.

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