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Klose nicht zu stoppen © APA (epa)

Deutschlands Fußball-Nationalteam ist drauf und dran, sich wieder einmal auf dem schnellsten Wege für eine EM-Endrunde zu

Deutschlands Fußball-Nationalteam ist drauf und dran, sich wieder einmal auf dem schnellsten Wege für eine EM-Endrunde zu qualifizieren. Nach dem klaren 4:0-Heimsieg am Samstagabend in Kaiserslautern über Kasachstan hält der Vizeeuropameister und WM-Dritte in der Österreich-Gruppe A nach dem fünften Match beim Punktemaximum von 15 Zählern und einem eindrucksvollen Torverhältnis von 17:1.

Im Testspiel am Dienstagabend in Mönchengladbach gegen Australien kann DFB-Teamchef Joachim Löw deshalb in aller Ruhe die nächsten Kandidaten für die Mission EM-Titel 2012 in Polen und der Ukraine (8. Juni bis 1. Juli 2012) testen. "Wir haben die maximale Punktausbeute, haben 17 Tore erzielt. Das Soll ist mehr als erfüllt", betonte Löw nach dem klaren Erfolg über die Kasachen.

Bereits Anfang Juni könnte Deutschland mit Auswärtssiegen in Wien (3. Juni) und in Baku gegen Aserbaidschan (7. Juni) das EM-Ticket perfekt machen, sofern die Verfolger Belgien, Österreich und Türkei weiter patzen und Punkte liegenlassen. Team-Manager Oliver Bierhoff ist jedenfalls auf der Suche nach einem EM-Quartier schon sehr weit: Es wird in Polen liegen, nicht in der Ukraine.

Löw plant dagegen erst einmal für den Test gegen Asien-Vizemeister Australien. "Da können wir ein bisschen variieren und einige Dinge verändern", kündigte der 51-Jährige an. Das Real-Duo Mesut Özil und Sami Khedira darf sich angesichts der weiteren hohen Belastung in Madrid eine Erholungspause gönnen, das hat Löw mit Real-Trainer Jose Mourinho vereinbart. Auch Kapitän Philipp Lahm darf sich erholen und verließ das Teamcamp bereits am Sonntag. Mats Hummels (Dortmund) und Andre Schürrle (Mainz) bekamen von Löw bereits die Garantie für einen Platz in der Startelf.

Gegen die harmlosen Kasachen, die sich fast ausschließlich auf Verteidigen und Zerstören konzentrierten, hatte Bayern-Edelreservist Miroslav Klose schon nach drei Minuten den Torreigen eröffnet. Sein Münchner Club-Kollege Thomas Müller (25., 43.) und nochmals Klose (88.) sorgten für den Endstand. Der 32-jährige Klose ist mit nun 61 Länderspieltoren nur noch sieben Treffer vom nationalen Torerekord von Legende Gerd Müller entfernt.

"Jetzt bin ich so weit gekommen, da will ich auch ganz nach vorne", sagte der gebürtige Pole nach dem Spiel. Mit Müller, dem "Bomber der Nation", hat Klose schon gesprochen: "Er wäre nicht böse, wenn ich seinen Rekord breche."

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