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Villa und Co. auf holprigem Rasen gefordert © APA (epa)

Was haben Deutschland, der Spitzenreiter der Österreich-Gruppe A, die Niederlande (E) und Spanien (I) in der

Was haben Deutschland, der Spitzenreiter der Österreich-Gruppe A, die Niederlande (E) und Spanien (I) in der Fußball-EM-Qualifikation gemeinsam? Richtig, das Trio hat noch keinen einzigen Punkt abgegeben, führt jeweils die Gruppe mit dem Maximum an und wird seinen Nummer-1-Status aufgrund des Vorsprungs auch nach den Dienstag-Spielen behalten.

Die Deutschen testen für den Wettlauf nach Polen und in die Ukraine daheim gegen Australien, die Oranjes sind nach dem 4:0 in Ungarn auch in Amsterdam gegen die Magyaren sowie die Iberer in Kaunas gegen Litauen Favorit. "David" Litauen glaubt gegen den "Goliath", der sich Welt- und Europameister nennt, an eine Überraschung. Und das, obwohl im Oktober in Salamanca im ersten Treffen mit einem 1:3 nichts zu holen war.

"Man muss daran glauben, sonst wird man niemals gewinnen. Es treten elf gegen elf an, nicht elf gegen 13. Meine Spieler muss ich nicht motivieren, sie wissen, dass sie gegen Champions antreten", sagte Litauens Trainer Raimondas Zutautas. Er und die Seinen wären glücklich mit einem Sieg oder einem Punkt, aber nicht enttäuscht nach einer Niederlage. Die Litauer haben am Wochenende mit einem freundschaftlichen 2:0-Erfolg über EM-Co-Veranstalter Polen jedenfalls schon einen Warnschuss abgegeben.

Die Spanier zeigten nicht nur wegen dieses Resultats Respekt, sondern auch wegen des Zustandes des Platzes. "Das Spielfeld erinnert mich an die schlechten Rasen, auf denen wir als Kinder gespielt haben. Aber wir entscheiden nicht, ob gespielt wird oder nicht. Das ist Sache des Schiedsrichters und der UEFA. Wenn angepfiffen wird, werden wir bereit sein. Aber es wird hart", sagte Andres Iniesta über die Begleitumstände der Partie.

Die Bedingungen werden den technisch beschlagenen Gästen vielleicht nicht so behagen, aber trotzdem müssen die Hausherren auf einen Spanier ganz besonders aufpassen. David Villa hat am Freitag Spanien mit einem Doppelpack nach 0:1 gegen Tschechien in Granada das 2:1 und drei Punkte gesichert, sich zum alleinigen nationalen Teamtorrekordler (46 Treffer/72 Spiele) gemacht und enormes Selbstvertrauen getankt.

Die Tschechen drücken natürlich den Litauern fest die Daumen, denn mit einem Sieg der Balten und dem von ihnen angestrebten Heimerfolg in Budweis über das punktlose Schlusslicht Liechtenstein könnte Österreichs nördlicher Nachbar den Rückstand auf Spanien von sechs auf drei Zähler reduzieren.

In den Gruppen B (Tabellenführer Irland), G (England) und H (Norwegen) wird sich nichts an der Reihung ändern, weil keine Spiele auf dem Programm stehen. In den Gruppen A (Deutschland), C (Italien) und D (Frankreich) wird zwar gespielt, aber die Spitzenreiter bleiben dort ebenfalls vorne. Nur eine von insgesamt zehn Partien in den neun Gruppen könnte einen Sturz des Ersten bringen. Die in Pool F drittplatzierten Georgier würden mit einem Erfolg in Tel Aviv gegen Israel sowohl Tabellenführer Griechenland als auch Verfolger Kroatien überholen.

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