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Streit um TV-Einnahmen der Clubs © APA (Archiv/dpa)

Eine Madrider Richterin entscheidet darüber, ob am kommenden Wochenende die angesetzten Spiele der spanischen Fußball-Liga

Eine Madrider Richterin entscheidet darüber, ob am kommenden Wochenende die angesetzten Spiele der spanischen Fußball-Liga stattfinden werden. Die Mehrheit der Vereine in der Primera Division und der zweiten Division hatte beschlossen, wegen eines Streits um TV-Gelder die Runde am 2./3. April ausfallen zu lassen. Sechs Clubs stellte dagegen den Antrag, den Boykott für illegal zu erklären.

Richterin Purificacion Puyol hörte am Dienstag die Argumente beider Seiten an. Sie will am Mittwoch ihre Entscheidung verkünden. "Nach dem jetzigen Stand der Dinge werden an diesem Wochenende keine Spiele stattfinden", sagte der Präsident der Profi-Liga (LFP), Jose Luis Astiazaran. Die Liga hat bisher auch noch keine Beginnzeiten festgelegt. Es wäre das erste Mal in der Geschichte des Profi-Fußballs im Land des Europa- und Weltmeisters, dass die Vereine den Spielbetrieb mit einer Boykottaktion zum Stillstand brächten.

Die Clubs verlangen von der spanischen Regierung eine Gesetzesänderung, die ihnen höhere Einnahmen aus den Fernsehgeldern ermöglichen soll. Mit ihrem Boykott wollen sie vor allem erreichen, dass künftig nicht mehr - wie bisher - eine Erstliga-Partie pro Runde live im frei zugänglichen TV übertragen wird. Die Regierung lehnt dies ab.

Den Boykott für verfehlt halten Espanyol Barcelona, der Villarreal CF, Real Saragossa, Athletic Bilbao, Real Sociedad San Sebastian und der Sevilla FC. Sie argumentieren, die Aktion sei nicht mit der erforderlichen Zwei-Drittel-Mehrheit beschlossen worden.

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