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Spieler sehen im Tiroler den richtigen Mann © APA (epa)

Die Bestätigung von Dietmar Constantini als österreichischer Fußball-Teamchef durch ÖFB-Präsident Leo Windtner stößt

Die Bestätigung von Dietmar Constantini als österreichischer Fußball-Teamchef durch ÖFB-Präsident Leo Windtner stößt offenbar bei vielen Teamspielern auf Zustimmung. Schon kurz nach dem 0:2 am Dienstag in der EM-Qualifikation in Istanbul gegen die Türkei sprachen sich einige Kicker für den Verbleib des Tirolers aus, so etwa Marko Arnautovic, David Alaba oder Stefan Maierhofer.

Trotz der vierten Niederlage en suite und dem vorzeitigen Ende aller realistischen Hoffnungen auf eine EM-Teilnahme sieht Arnautovic die ÖFB-Auswahl auf einem guten Weg. "Wir brauchen über den Trainer nicht zu diskutieren. Er hat einen guten Job gemacht. Seit Constantini Teamchef ist, haben wir uns gut entwickelt", behauptete der Legionär von Werder Bremen.

Kurz nach dieser Aussage von Arnautovic gab Windtner bekannt, weiterhin auf Constantini zu setzen und erfüllte damit einen Wunsch von Alaba. "Constantini ist der Letzte, der gehen sollte. Er kann sehr gut mit Spielern umgehen und ist absolut der richtige Mann", erklärte der Hoffenheim-Legionär. Diese Ansicht vertrat auch Maierhofer. "Der ÖFB hat mit diesen Trainern und Spielern absolut den richtigen Weg eingeschlagen."

Neutraler äußerte sich Kapitän Marc Janko. "Ich als Spieler bin der Letzte, der es sich herausnehmen kann, den Teamchef zu kritisieren", sagte der Twente-Legionär. Janko fehlte gegen die Türken wegen einer Schulterblessur und musste daher von der Tribüne aus mitansehen, wie seine Kollegen vor beiden Treffern patzten. "Auf diesem Niveau passieren uns einfach zu viele Fehler in der Hintermannschaft", ärgerte sich Janko.

Für seinen Kapitäns-Ersatz Fuchs hingegen lag das Problem einmal mehr in der Offensive. "Man hat wieder den Klasseunterschied gesehen: Wir machen unsere Chancen nicht, die anderen schon", schimpfte der Mainz-Innenverteidiger. Dem ersten Gegentor ging ein Anfängerfehler von Ekrem Dag voran, am zweiten Treffer war Fuchs selbst nicht unbeteiligt. "Den nehme ich auch auf meine Kappe, weil ich einen Stellungsfehler gemacht habe."

Reue zeigte auch Maierhofer nach seinem vergebenen Elfmeter wenige Minuten vor Schluss. "Ich habe mich dafür bei der Mannschaft entschuldigt", erzählte der Duisburg-Stürmer, nach dessen Angaben er selbst und Paul Scharner als erste Strafstoßschützen vorgesehen waren. Nach Scharner, Fuchs und Florian Klein ist Maierhofer nun der vierte Spieler in der Ära Constantini, der einen Penalty versiebte.

Im Gegensatz dazu hatte Arnautovic zuletzt gegen die Niederlande einen Elfer verwertet. Dennoch musste der Offensivspieler Maierhofer den Vortritt lassen. "Er war eingeteilt, daher hatte ich kein Recht, zu schießen", erkannte der 21-Jährige, der - von einer Magen-Darm-Erkrankung geschwächt - erst rund 20 Minuten vor dem Schlusspfiff eingewechselt wurde. Vorwürfe gegen Maierhofer gab es keine. "Einen Elfmeter zu verschießen, das kann jedem einmal passieren", sagte Arnautovic.

Mit dieser Aussage sieht Maierhofer das angeblich intakte Mannschaftsklima bestätigt. "Ich weiß noch, wie die Stimmung im Team vor der EURO war", kramte der 2,02-Meter-Stürmer alte Erinnerungen hervor. "Jetzt sind wir zwar nicht die besten Freunde, aber auf dem Platz halten wir zusammen."

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