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Löw: Selbstverständlich hätten wir gerne gewonnen © APA (epa)

Deutschland, am 3. Juni in Wien Österreichs nächster Gegner in der Fußball-EM-Qualifikation, hat sich am Dienstag wie die

Deutschland, am 3. Juni in Wien Österreichs nächster Gegner in der Fußball-EM-Qualifikation, hat sich am Dienstag wie die ÖFB-Auswahl in Istanbul nicht mit Ruhm bekleckert. Der Spitzenreiter der Gruppe A musste sich in Mönchengladbach Australien mit einer B-Garnitur in einem Testspiel 1:2 (1:0) geschlagen geben.

"Selbstverständlich hätten wir gerne gewonnen, aber diese Niederlage ist nicht allzu dramatisch, denn es ging nicht um die Qualifikation", sagte DFB-Teamchef Joachim Löw. Der frühere Austria- und Innsbruck-Trainer hatte auf Stammkräfte wie Philipp Lahm, Mesut Özil und Sami Khedira verzichtet, Miroslav Klose auch erst nach der Pause eingesetzt und viele junge Spieler erprobt. Löw sah von den jungen Spielern "sehr viel Gutes", aber auch noch Verbesserungspotenzial und wies die Kritik von Bayern-Präsident Uli Hoeneß, der Testspiele infrage gestellt hatte, vor dem Anpfiff zurück. "Das Spiel war wichtig in der Weiterentwicklung der Spieler."

Auch wenn der Asien-Vizemeister manchmal hart einstieg, Andre Schürrle, Clubkollege von Christian Fuchs und Andreas Ivanschitz in Mainz, gewann dem Probegalopp Positives ab: "Es ist ein Riesenerlebnis, ein Meilenstein in der Karriere." Den ersten Erfolg der "Sooceroos über die Deutschen, gegen die sie in Südafrika noch glatt 0:4 verloren hatten, fixierten innerhalb weniger Minute David Carney (61.) und Luke Wilkshire (64./Elfer). Für die Gastgeber hatte Mario Gomez zum 1:0 getroffen (26.).

Die Deutschen kassierten ihre erste Niederlage seit dem WM-K.o. im Halbfinale gegen Spanien im Juli 2010 und blieben im vierten Testspiel der Saison sieglos. Bevor es gegen Österreich und Aserbaidschan wieder um Punkte geht, soll sich das für Löw im nächsten freundschaftlichen Länderspiel am 29. Mai in Sinsheim gegen Uruguay ändern.

Keine Tore, viele Pfiffe - und doch "gewonnen". Franck Ribery hat neun Monate nach dem WM-Fiasko des französischen Nationalteams sein Heim-Comeböck bestanden. Beim 0:0 gegen Kroatien im Stade France reichte dem Star am Dienstagabend eine halbe Stunde, um weite Teile der skeptischen Fans zurückzuerobern. Die Zeitung "20 Minutes" schrieb von einem "Exorzismus", einer Teufelsaustreibung, bei der die WM-"Dämonen" davongejagt wurden.

Der Mann, der zu einem der Hauptverantwortlichen für das frühe WM-Aus und den Trainingsstreik der "Bleus" in Südafrika auserkoren worden war, war schon am Freitag beim 2:0 in Luxemburg in die Auswahl zurückgekehrt. Gegen Kroatien drückte Ribery zunächst die Bank. Als er dann in der 59. Minute eingewechselt wurde, gab es ein Pfeifkonzert. Doch mit jedem Ballkontakt wurden "Ribery"-Rufe und Applaus immer lauter. "Ich habe mit Pfiffen gerechnet, aber ich bin glücklich, wie das Gros des Publikums reagiert hat, das gibt Selbstvertrauen."

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