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Beide Teams weiter ohne Punktverlust © APA (epa)

Fast neun Monate nach der WM in Südafrika hat sich in der Hierarchie des europäischen Fußballs nichts geändert. Weltmeister

Fast neun Monate nach der WM in Südafrika hat sich in der Hierarchie des europäischen Fußballs nichts geändert. Weltmeister Spanien und Vize Niederlande sind auf dem Weg zur EM-Endrunde 2012 in Polen und der Ukraine nicht zu stoppen. Die Iberer setzten sich in Litauen 3:1 (1:0) durch und behielten in ihrer Gruppe C ebenso ihre weiße Weste wie die Oranjes nach dem 5:3 (1:0) in Amsterdam im Pool E.

Das größte Spektakel der zehn EM-Quali-Partien des Dienstags spielte sich in Amsterdam ab, wo die Hausherren ihren bisherigen ersten Verfolger nach 1:2-Rückstand und dem nochmaligen Ausgleich zum 3:3 mit 5:3 (1:0) niederrangen. "Fußball ist auch Unterhaltung und die haben wir heute geboten", sagte Rafael van der Vaart nach seinem 90. Länderspiel. Noch beeindruckender sind die folgenden Zahlen: Binnen fünf Tagen schoss der Vize-Weltmeister gegen Ungarn neun Tore in zwei Spielen. Dazu ist er in der EM-Qualifikation zu Hause seit 1963 ungeschlagen.

Trainer Bert van Marwijk war trotz der Tore von Robin van Persie (13. Minute), Wesley Sneijder (61.), Ruud van Nistelrooy (73.) und Dirk Kuyt (78., 81.) verärgert. "Es war ein glücklicher Sieg. Wir haben es zu leicht genommen und haben zu lässig gespielt", meinte er. "Insgesamt haben wir mehr gegen uns selbst als gegen Ungarn gespielt." Nach dem sechsten Sieg im sechsten Spiel können die "Oranjes" in der Gruppe E aber bestenfalls noch von den Schweden aufgehalten werden, die sich mit dem 2:1-Sieg gegen Moldawien an den Ungarn vorbei auf den zweiten Tabellenplatz verbesserten.

Die Spanier hatten auf dem "Krautacker" in Kaunas ebenfalls keinen gemütlichen Abend. Nach dem 1:0 durch Xavi (18.) und dem Ausgleich von Stankevicius (57.) bedurfte es eines Eigentores Tadas Kijanskas (70.), ehe Juan Manuel Mata (83.) den Endstand fixierte. "Das Spielfeld war in schrecklichem Zustand. Wir haben aber unsere Arbeit gut erledigt, dominiert und versucht Fußball zu spielen", sagte Xavi erleichtert. Auf diesem Level im 21. Jahrhundert auf so einem Platz zu spielen, sei aber schlecht für den Fußball.

Während Spanier und Niederländer am Gros ihres Personals und ihrer Spielweise seit der WM festhielten, eingespielt und selbstsicher sind, sind Franzosen, Engländern oder Italienern mehr oder weniger im Umbau. Das Trio steht in den jeweiligen EM-Qualifikations-Gruppen zwar ebenfalls an der Spitze, doch ihre Teams sind nach den Enttäuschungen von Südafrika teilweise derart neu formiert, dass es auch immer wieder Rückschläge gibt.

So erreichte Frankreich in einem Testspiel gegen Kroatien nur ein 0:0, während die Engländer im Wembley Stadion in letzter Minute noch den 1:1-Ausgleich gegen Ghana kassierten. "Ich bin sehr zufrieden, weil ich ein fantastisches Spiel gesehen habe", sagte Trainer Fabio Capello. Er wertete den Abend trotz des enttäuschenden Ergebnisses als weiteren Beitrag zur Versöhnung mit den eigenen Fans. "Das war ein wichtiges Zeichen für die Fans. Denn wir wollten zu jeder Zeit nach vorne spielen und Tore schießen."

Italien gelang das beim 2:0 (1:0) im Test bei EM-Gastgeber Ukraine besser. Giuseppe Rossi (27.) und Alessandro Matri (81.) trafen für den Ex-Weltmeister. "Die Azzurri zeigen Charakter. Ein großartiges Italien", jubelte die "Gazzetta dello Sport". Der Abend wurde auch noch dadurch veredelt, dass die Konkurrenten Serbien (1:1 in Estland) und Slowenien (0:0 in Nordirland) in der EM-Qualifikation patzten.

In der Österreich-Gruppe A hat Belgien die Pflichtaufgabe mit dem 4:1 (3:1)-Sieg im mit 35.000 Zuschauern gefüllten Brüsseler Baudouin-Stadion, in dem auch ÖFB-Spion Josef Degeorgi Platz genommen hatte, gegen Berti Vogts' Aserbaidschan erfüllt. Die Leekens-Truppe, für die bei einem Gegentor von Abuschow zum 1:1 Vertonghen, Simons, Chadli und Vossen trafen, verteidigen erfolgreich den zweiten Tabellenplatz hinter den Deutschen, die fünf Punkte Vorsprung haben. Die "Roten Teufel" liegen ihrerseits einen Zähler vor den daheim gegen das ÖFB-Team erfolgreich Türken.

 Fast neun Monate nach der WM in Südafrika hat sich in der Hierarchie des europäischen Fußballs nichts geändert. Weltmeister Spanien und Vize Niederlande sind auf dem Weg zur EM-Endrunde 2012 in Polen und der Ukraine nicht zu stoppen. Die Iberer setzten sich in Litauen 3:1 (1:0) durch und behielten in ihrer Gruppe C ebenso ihre weiße Weste wie die Oranjes nach dem 5:3 (1:0) in Amsterdam im Pool E.

Das größte Spektakel der zehn EM-Quali-Partien des Dienstags spielte sich in Amsterdam ab, wo die Hausherren ihren bisherigen ersten Verfolger nach 1:2-Rückstand und dem nochmaligen Ausgleich zum 3:3 mit 5:3 (1:0) niederrangen. "Fußball ist auch Unterhaltung und die haben wir heute geboten", sagte Rafael van der Vaart nach seinem 90. Länderspiel. Noch beeindruckender sind die folgenden Zahlen: Binnen fünf Tagen schoss der Vize-Weltmeister gegen Ungarn neun Tore in zwei Spielen. Dazu ist er in der EM-Qualifikation zu Hause seit 1963 ungeschlagen.

Trainer Bert van Marwijk war trotz der Tore von Robin van Persie (13. Minute), Wesley Sneijder (61.), Ruud van Nistelrooy (73.) und Dirk Kuyt (78., 81.) verärgert. "Es war ein glücklicher Sieg. Wir haben es zu leicht genommen und haben zu lässig gespielt", meinte er. "Insgesamt haben wir mehr gegen uns selbst als gegen Ungarn gespielt." Nach dem sechsten Sieg im sechsten Spiel können die "Oranjes" in der Gruppe E aber bestenfalls noch von den Schweden aufgehalten werden, die sich mit dem 2:1-Sieg gegen Moldawien an den Ungarn vorbei auf den zweiten Tabellenplatz verbesserten.

Die Spanier hatten auf dem "Krautacker" in Kaunas ebenfalls keinen gemütlichen Abend. Nach dem 1:0 durch Xavi (18.) und dem Ausgleich von Stankevicius (57.) bedurfte es eines Eigentores Tadas Kijanskas (70.), ehe Juan Manuel Mata (83.) den Endstand fixierte. "Das Spielfeld war in schrecklichem Zustand. Wir haben aber unsere Arbeit gut erledigt, dominiert und versucht Fußball zu spielen", sagte Xavi erleichtert. Auf diesem Level im 21. Jahrhundert auf so einem Platz zu spielen, sei aber schlecht für den Fußball.

Während Spanier und Niederländer am Gros ihres Personals und ihrer Spielweise seit der WM festhielten, eingespielt und selbstsicher sind, sind Franzosen, Engländern oder Italienern mehr oder weniger im Umbau. Das Trio steht in den jeweiligen EM-Qualifikations-Gruppen zwar ebenfalls an der Spitze, doch ihre Teams sind nach den Enttäuschungen von Südafrika teilweise derart neu formiert, dass es auch immer wieder Rückschläge gibt.

So erreichte Frankreich in einem Testspiel gegen Kroatien nur ein 0:0, während die Engländer im Wembley Stadion in letzter Minute noch den 1:1-Ausgleich gegen Ghana kassierten. "Ich bin sehr zufrieden, weil ich ein fantastisches Spiel gesehen habe", sagte Trainer Fabio Capello. Er wertete den Abend trotz des enttäuschenden Ergebnisses als weiteren Beitrag zur Versöhnung mit den eigenen Fans. "Das war ein wichtiges Zeichen für die Fans. Denn wir wollten zu jeder Zeit nach vorne spielen und Tore schießen."

Italien gelang das beim 2:0 (1:0) im Test bei EM-Gastgeber Ukraine besser. Giuseppe Rossi (27.) und Alessandro Matri (81.) trafen für den Ex-Weltmeister. "Die Azzurri zeigen Charakter. Ein großartiges Italien", jubelte die "Gazzetta dello Sport". Der Abend wurde auch noch dadurch veredelt, dass die Konkurrenten Serbien (1:1 in Estland) und Slowenien (0:0 in Nordirland) in der EM-Qualifikation patzten.

In der Österreich-Gruppe A hat Belgien die Pflichtaufgabe mit dem 4:1 (3:1)-Sieg im mit 35.000 Zuschauern gefüllten Brüsseler Baudouin-Stadion, in dem auch ÖFB-Spion Josef Degeorgi Platz genommen hatte, gegen Berti Vogts' Aserbaidschan erfüllt. Die Leekens-Truppe, für die bei einem Gegentor von Abuschow zum 1:1 Vertonghen, Simons, Chadli und Vossen trafen, verteidigen erfolgreich den zweiten Tabellenplatz hinter den Deutschen, die fünf Punkte Vorsprung haben. Die "Roten Teufel" liegen ihrerseits einen Zähler vor den daheim gegen das ÖFB-Team erfolgreich Türken.

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