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Ried-Trainer Gludowatz warnt vor Mattersburg © APA (Archiv/Diener)

Der schwächelnde Winterkönig SV Ried hat sich das Ende seiner fünf Spiele dauernden Sieglosigkeit in der Fußball-Bundesliga

Der schwächelnde Winterkönig SV Ried hat sich das Ende seiner fünf Spiele dauernden Sieglosigkeit in der Fußball-Bundesliga zum Ziel gesetzt. Drei Punkte sind am Samstag (16.00 Uhr) zu Hause gegen den Vorletzten Mattersburg anvisiert, wenngleich Trainer Paul Gludovatz vor den Stärken der Burgenländer warnte. Franz Lederers Elf feierte bisher alle drei Auswärtssiege der Saison in Oberösterreich.

Schon am 23. Oktober hatten die Mattersburger mit einem 3:1-Sieg in Ried überrascht. Dieser markiert gleichzeitig die bisher letzte Heimniederlage der Innviertler. Laut Gludovatz liegt das auch an der Spielanlage der Burgenländer. "Unsere Erwartungen sind drei Punkte, aber gegen eine defensiv eingestellte Mannschaft ist es schwieriger als gegen Großclubs", erklärte der 64-Jährige, der seinen Vertrag in Ried zu Wochenbeginn bis 2012 verlängert hatte.

Gludovatz kann auf den gesamten Kader zurückgreifen. Auch der Spanier Nacho steht nach einem in der Länderspielpause ausgeheilten Muskelfaserriss wieder zur Verfügung, dürfte vorerst aber höchstens auf der Ersatzbank Platz nehmen. Um den Platz im Sturmzentrum matchen sich Landsmann Guillem und Markus Hammerer. Die Mattersburger müssen ohne die verletzten Stefan Bliem und Dominik Doleschal auskommen. Dazu ist Mittelfeldspieler Markus Schmidt gesperrt.

"Mattersburg hat eine sehr gute Entwicklung mit jungen Spielern genommen", meinte Gludovatz. "Sie setzen Akzente und sind jetzt fast gerettet." Acht Punkte haben die Mattersburger auf Schlusslicht LASK Linz gut, mit dem Abstieg wollen sie nichts mehr zu tun haben. Dementsprechend soll auch in Ried gepunktet werden. "Unser Ziel lautet, ungeschlagen zu bleiben", gab Lederer die Marschroute vor. Der 3:1-Sieg im Herbst könne aber kein Maßstab sein, meinte der Coach. "Wir sind wieder klarer Außenseiter."

Die Rieder sind vier Punkte hinter Tabellenführer Austria noch immer mittendrin im Rennen um die Europacup-Plätze. Eine Bestandsaufnahme will Gludovatz dennoch erst fünf Runden vor Schluss vornehmen. "Da werden wir prüfen, ob es darum geht, ein Ranking als Ziel auszugeben, oder ob wir schon auf die nächste Saison vorausblicken", erklärte der Burgenländer, dessen Kapitän Oliver Glasner gegen Mattersburg sein 400. Bundesliga-Spiel bestreitet - allesamt für Ried.

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