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Daxbacher gibt Veilchen Marschroute vor © APA (Archiv/Krug)

Karl Daxbacher, Trainer von Fußball-Vizemeister Austria Wien, macht kein Hehl daraus, was neben dem 100-Jahre-Jubiläum 2011

Karl Daxbacher, Trainer von Fußball-Vizemeister Austria Wien, macht kein Hehl daraus, was neben dem 100-Jahre-Jubiläum 2011 noch gefeiert werden soll. "Wenn man nach 26 Runden Erster ist, kann man auch nach 36 Runden vorne sein", sagte er vor seiner 50. Heimpartie in der Bundesliga als violetter Feldherr am Samstag (18.30 Uhr) in der Generali Arena gegen den Tabellenachten Kapfenberger SV.

In den Partien der unmittelbaren Verfolger wünscht sich der Ex-Internationale in der 27. Runde jeweils ein "x". Sturm Graz, nur einen Punkt hinter den Wienern, hat Rapid zu Gast, der drei Zähler zurückliegende Meister aus Salzburg tritt erst am Sonntag in Linz gegen Daxbachers Ex-Verein und Schlusslicht LASK an. Den Titel gönnt der Niederösterreicher den "Bullen" nur im Eishockey. "Sie sollen ihn dort gegen den KAC holen", so der Austria-Trainer.

Im Lager der Veilchen glauben alle, dass das große Ziel erreicht werden kann. Es wäre jetzt ein psychologischer Vorteil, wenn man mit den zwei Spielen gegen die Steirer eine Siegesserie wie am Ende der vorigen Saison starten könne. "Meine Spieler glauben daran. So viel Selbstvertrauen haben wir, dass wir sagen können, wir sind besser als die Kapfenberger und sollten gegen sie gewinnen", meinte Daxbacher zuversichtlich.

Bis auf das Derby sei das Frühjahr für seine Mannschaft gut gelaufen. Doch der 57-Jährige warnte vor allzugroßem Übermut und mahnte ob der knappen Abstände an der Spitze zur Vorsicht. "Eine Schwächeperiode, wie sie in dieser Saison schon viele durchgemacht haben, könnte bedeuten, dass wir uns rasch hinten wiederfinden. Nur reden und nichts auf dem Platz zeigen wäre zu wenig", so der Trainer.

Tomas Jun rief vor dem "Hinspiel" gegen die Steirer, die die Violetten am 10. April zu Gast haben, zum Mobilisieren aller Kräfte im Saisonfinish auf. "Wir haben zehn Endspiele um den Titel vor uns. Wir haben es derzeit selbst in der Hand, dieses große Ziel zu erreichen. Das muss jeder von uns im Auge behalten", sagte der Offensivmann. Die Tabellenführung sei ein wertvolles Gut, das man unter allen Umständen und mit allen regulären Mitteln verteidigen wolle.

Die Kapfenberger werden versuchen, dass das in der 27. Runde nicht gelingt. "Nur hinten drinnen stehen, geht gegen die spielerisch stärkste Mannschaft nicht. Wir wollen einen guten Gegner abgeben, dürfen nicht ängstlich sein, sondern müssen uns etwas trauen, dagegenhalten, aber nicht ins offene Messer laufen, taktisch organisiert, diszipliniert sein", legte Werner Gregoritsch für sein 50. Ligaspiel als KSV-Coach die Marschroute der "Falken" fest.

"Gregerl" und Co., die in der Bundesliga in Wien gegen die Austria erst einen Punkt (0-1-4/0:0 am 5. Oktober 2008) entführt haben, wollen nicht mir leeren Händen heimfahren. "Austria ist klarer Favorit, aber wir haben zuletzt gute Ergebnisse erzielt und wollen wieder punkten. So viele Zähler wie diesmal haben wir in den vergangenen drei Jahren zu diesem Zeitpunkt noch nie gehabt", so Gregoritsch, dessen Elf vier Runden ungeschlagen (1-3-0) ist, aber seit 4. Dezember (3:1 in Innsbruck) auf einen Auswärtssieg wartet.

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