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Sturm und Rapid bitten zum Tanz © APA (Pfarrhofer)

Der Kampf um die Meisterschaft findet in der 27. Runde der Fußball-Bundesliga auch in Graz zwischen dem Tabellenzweiten Sturm

Der Kampf um die Meisterschaft findet in der 27. Runde der Fußball-Bundesliga auch in Graz zwischen dem Tabellenzweiten Sturm und dem -Fünften Rapid statt. Erstmals seit längerem ist ein Heimspiel Sturms in der UPC-Arena wieder ausverkauft - Balsam auf die Wunden der von den Fans trotz zählbarer Erfolge geschmähten Steirer, die sich für die beiden Saisonniederlagen gegen Rapid revanchieren wollen.

Rapid, dessen Frühjahr ebenso wie jenes von Sturm bisher von Auf und Abs geprägt ist, könnte mit dem zweiten Saison-Auswärtssieg in Graz bis auf einen Punkt an Roman Kienast und Co. herankommen und damit wieder ein ernstes Wörtchen im Titelrennen mitreden. Es ist das erste von zwei richtungsweisenden Duellen der beiden Teams innerhalb nur einer Woche. Sturm wiederum wartet nun schon seit 18. Oktober 2009 auf einen Dreipunkter gegen Grün-Weiß.

Die Fans sollten auf ihre Kosten kommen. "Es waren immer gute Spiele gegen Rapid", sagte Trainer Franco Foda, dem das "Ausverkauft"-Schild eine Freude ist: "Das ist das Schönste, was es für Spieler und Betreuer gibt." Perfekt wäre der Abend aber erst mit einem Sieg. "Wir wollen vorne dabeibleiben. Daher brauchen wir drei Punkte", betonte Foda, dem Andreas Hölzl, Marvin Weinberger (beide Grippe) und Ferdinand Feldhofer (Wadenzerrung) nicht zur Verfügung stehen: "Wir haben jetzt noch zehn Endspiele und müssen alles geben."

Sturm nutzte die Länderspielpause für einen Abstecher nach Belek, wo zwei türkische Liga-Nachzügler in Testspielen geschlagen wurden. "Das hat mir sehr gut ins Konzept gepasst", sagte Foda, der nicht zuletzt Akteuren, die zuletzt eher weniger spielten, zu Einsätzen verhalf. "Gegen Rapid müssen wir eine gute Balance finden", meinte der Deutsche. "Wir müssen nach vorne spielen, aber schnell umschalten. Normaler moderner Fußball eben. Ich erwarte, dass Rapid nur mit einer Spitze spielen wird. Sie werden sicher nicht ins offene Messer laufen."

Rapid kommt am Tag nach dem Abgang von Sportdirektor Alfred Hörtnagl zwar mit guten Erinnerungen, aber auch Verletzungssorgen nach Graz-Liebenau. Coach Peter Pacult muss Veli Kavlak, den beim Länderspiel gegen die Türkei verletzten Yasin Pehlivan, Andreas Dober und Rene Gartler vorgeben. "Dadurch hat sich die Situation für mich geändert", sagte Pacult, der eine ähnliche Taktik wie beim 1:0-Derbysieg bei der Austria am 13. März, bei der eine "Doppelsechs" und nur ein Stürmer zum Einsatz kam, nicht ausschloss.

Und der Coach erinnerte an den 3:1-Erfolg am 7. November 2010. "Wenn wir so diszipliniert wie im Heimspiel auftreten, werden wir auch in Graz bestehen", meinte Pacult. Der zweifache Goalgetter von damals, Gartler, der die beiden Treffer zum Sieg erzielte, fehlt freilich. Und auch die Torschützen vom 2:0-Sieg in Graz am 8. August werden diesmal wohl eher nicht treffen. Nikica Jelavic wechselte nach Glasgow, Jürgen Patocka ist nur zweite Wahl. Einen Ausblick auf die nahe Zukunft nach den beiden Partien gegen Sturm wollte Pacult jedenfalls nicht wagen. "Bei Rapid geht's immer um viel."

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