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Trotz großer Überlegenheit kein Ried-Sieg © APA (rubra)

Winterkönig SV Ried schwächelt weiter und ist nach dem 1:1 (0:1) im Heimspiel am Samstagnachmittag gegen den Tabellenneunten SV

Winterkönig SV Ried schwächelt weiter und ist nach dem 1:1 (0:1) im Heimspiel am Samstagnachmittag gegen den Tabellenneunten SV Mattersburg bereits seit sechs Spielen ohne Sieg. Die Gäste aus dem Burgenland holten dagegen einen weiteren wichtigen Auswärtspunkt und liegen nun vor dem Sonntag-Heimspiel von Schlusslicht LASK gegen Meister Salzburg bereits neun Zähler vor den Linzern.

In einer unterhaltsamen Partie hatten die Rieder, für die Kapitän Oliver Glasner sein 400. Bundesliga-Match bestritt, Chancen in Hülle und Fülle, scheiterten aber entweder am Mattersburger Schlussmann Thomas Borenitsch oder am eigenen Unvermögen. So vergab etwa Routinier Stefan Lexa in der 95. Minute einen Foulelfer. Die Burgenländer agierten da viel effizienter und durften in Minute 39 über die überraschende Führung von Alois Höller jubeln. Nach der Pause gelang Ried durch Ewald Brenner (57.) der hochverdiente Ausgleich, zum Siegtreffer reichte es aber nicht mehr.

Mattersburg startete mit einer Konterchance durch Seidl (4.), danach übernahm allerdings Ried ganz klar das Kommando und hatte bereits in der ersten halben Stunde drei dicke Möglichkeiten auf die Führung. Guillem köpfelte zunächst aus kurzer Distanz nach Schrammel-Flanke knapp übers Tor (6.), Nacho fing einen Kopfball-Rückpass von Höller im Strafraum ab, schoss diesen Sitzer aber daneben (17.), und nach einem abgefälschten Hadzic-Freistoß hoppelte der Ball knapp am Tor vorbei (28.).

In Minute 38 jubelten die Rieder über das 1:0 durch Guillem, das jedoch zurecht von Schiedsrichter Manfred Krassnitzer aberkannt wurde. Der vorangegangene Freistoß von Mader war zwar von der Mattersburg-Mauer abgefälscht, aber anschließend auch von Nacho mit der Ferse auf den im Abseits stehenden Ried-Stürmer weitergeleitet worden.

Nur eine Minute nach dieser Szene folgte ein Konter der Gäste, den Höller nach einem Solo über 60 Meter mit Ballglück - Schrammel schoss ihm das Spielgerät bei seinem Abwehrversuch genau in den Bauch - abschloss. Es war der erste Bundesliga-Treffer überhaupt für den Mattersburg-Verteidiger.

Im Finish von Hälfte eins dominierten wieder die Rieder, aber Mader scheiterte mit seinen zwei platzierten Gewalt-Fernschüssen jeweils am blendend reagierenden Mattersburg-Schlussmann Borenitsch (43., 44.), der zudem bei einem Guillem-Kopfball (45./vorbei) das Glück des Tüchtigen hatte.

Nach dem Wechsel drängten die Innviertler weiter und wurden mit dem 1:1 belohnt. Nach einem weiten Pass legte Royer im Strafraum zurück auf Brenner, der den Ball in die Maschen jagte (57.). Nur drei Minuten später hatte Guillem bei einem Kopfball nach Mader-Flanke an die Stange Pech (60.). Der Rieder Dauerdruck hielt auch in der Folge an.

Als sich die 4.500 Zuschauer bereits mit einem Remis abgefunden hatten, entschied Krassnitzer auf Elfmeter, weil Mattersburg-Verteidiger Malic seinen Gegenspieler Zulj kurz zurückgehalten hatte. Lexa verwandelte diesen zunächst sicher, weil aber sein Teamkollege Hadzic viel zu früh in den Strafraum gestürmt war, musste er den Penalty wiederholen. Im zweiten Versuch jagte der 34-jährige Kärntner den Ball dann klar über die Latte (95.).

Damit liefen die Oberösterreicher Gefahr, am Abend vom vierten auf den sechsten Platz zurückzufallen, sofern Rapid bei Sturm Graz und Wiener Neustadt das Heimspiel gegen Innsbruck gewinnen sollten. Mehrere Rieder Fans stürmten nach dem Schlusspfiff aufs Spielfeld und wollten Schiedsrichter Krassnitzer attackieren, der Ordnerdienst hatte deshalb alle Hände voll zu tun.

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