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Doppelpack für den Tschechen Jun © APA (Pessenlehner)

Die Wiener Austria hat ihren Vorsprung an der Spitze der Fußball-Bundesliga auf Sturm Graz auf drei Punkte ausgebaut. Allerdings

Die Wiener Austria hat ihren Vorsprung an der Spitze der Fußball-Bundesliga auf Sturm Graz auf drei Punkte ausgebaut. Allerdings feierten die feldüberlegenen Favoritner in der 27. Runde nur mit einiger Mühe einen 2:0-Heimsieg gegen Kapfenberg, die Goldtore gelangen Jun (74.,90.) jeweils nach Vorlage von Barazite. Kapfenberg musste erstmals nach vier Spielen wieder eine Niederlage hinnehmen.

Die Wiener, die mit fünf Teamspielern in der Startformation agierten, mussten in der 50. Heimpartie Daxbachers in der Bundesliga als violetter Trainer auf die verletzten Hlinka und Leovac verzichten, Junuzovic konnte hingegen trotz seiner Knöchelprobleme spielen. Für die Veilchen stürmten Linz und Jun, der Barazite ersetzte. Der technisch beschlagene Niederländer saß nach Magen-Darm-Problemen auf der Bank und kam erst ab der 65. Minute zum Einsatz.

Die Austria erzeugte in der ersten Viertelstunde viel Dampf, aber keine Chancen. Kapfenberg, das von Beginn an mit einer massierten Defensive glänzte, überstand die Drangphase und bot mit seinen Mitteln bis zur Halbzeit erfolgreich Paroli. Die Steirer fanden gegen die dominanten Gastgeber vor der Pause sogar die besseren Möglichkeiten vor: Alar schoss nach einem weiten Ausschuss Wolfs Lindner aus aussichtsreicher Position aber direkt an (27.), ein Mavric-Kopfball nach Eckball ging einen Meter am Tor vorbei (42.).

Mit dem Seitenwechsel kam aber neuer Schwung und mehr Präzision in das violette Spiel. Junuzovic und Co. schnürten die Steirer in der eigenen Hälfte ein, kamen nun auch zu Einschussmöglichkeiten. Linz und Stankovic (49.) sowie Klein per Volley (53.) prüften "Falken"-Goalie Wolf. Kurz darauf parierte der Schlussmann bei Kapfenberg auch einen schwach geschossenen Elfmeter von Klein (62.), den der deutsche Goalie allerdings auch verschuldet hatte: Er erwischte Stankovic an der Achillessehne.

Erst rund eine Viertelstunde vor Schluss kam die Erlösung für die Elf von Daxbacher, dessen Gesten an der Seitenlinie bereits Verzweiflung signalisierten. Da machte sich die mit Barazite verstärkte Offensive bezahlt. Nach Vorarbeit des Niederländers zielte Jun in Richtung langes Eck, der in Schusslinie stehende Linz irritierte Wolf und konnte das 1:0 nicht verhindern (74.).

Im Finish hätten die Gäste bei einem Fukal-Weitschuss (76.) sowie durch Schönberger per Kopf (78.) durchaus noch die Chance auf den Ausgleich gehabt, fingen sich schließlich aber noch das 0:2 ein. Matchwinner Jun schloss einen Konter nach neuerlicher Vorarbeit von Barazite mit dem Tor ab (90.).

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