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3:3 - Fußballherz, was willst du mehr! © APA (Leodolter)

Der Schlager der 27. Bundesliga-Runde zwischen dem Tabellenzweiten Sturm Graz und Rekordmeister Rapid ist mit einem gerechten 3:3

Der Schlager der 27. Bundesliga-Runde zwischen dem Tabellenzweiten Sturm Graz und Rekordmeister Rapid ist mit einem gerechten 3:3 zu Ende gegangen. Die Treffer in einer von Beginn weg packenden Partie erzielten Wolf (10.), Szabics (58.) und Kienast (60.) für Sturm bzw. Prokopic (12.), Salihi (34./Handelfer) und Hofmann (55./Freistoß) für die Gäste aus Hütteldorf. Diese sind weiter Tabellen-Fünfte.

Sturm muss damit weiter seit 18. Oktober 2009 auf einen Sieg gegen Rapid warten. Die "Blackies" sind weiter Tabellenzweiter, allerdings vergrößerte sich der Rückstand auf Spitzenreiter Austria Wien (2:0-Heimsieg gegen Kapfenberg) auf drei Zähler. Rapid fehlen vor dem letzten Meisterschaftsviertel bereits sieben Punkte auf den Erzrivalen aus Favoriten.

Das Spiel war gerade einmal eine Minute alt, da stand es schon vor dem Abbruch. Rapid-Spieler Drazan wollte zum Eckball antreten und wurde von den Sturm-Fans mit Wurfgeschoßen bombardiert. Dabei traf ein Plastikbecher den Schiedsrichterassistenten am Hinterkopf (2.). Erst am Vorabend hatte eine derartige Szene zum Abbruch der deutschen Bundesliga-Partie zwischen St. Pauli und Schalke (0:2) in der 88. Minute geführt. Referee Thomas Gangl ließ aber sofort via Lautsprecher durchsagen, dass er das Match vorzeitig beenden würde, sollte sich ein solcher Vorfall wiederholen.

Der Schlager in der mit 15.323 Zuschauern, darunter auch der verletzte Bremen-Verteidiger und Ex-Sturm-Spieler Sebastian Prödl, restlos gefüllten UPC-Arena hielt, was er versprochen hatte. Sturm nützte gleich die erste Chance zur Führung. Nach einem Lochpass von Mevoungou startete Szabics goldrichtig und stürmte alleine auf das Tor von Payer. Der Ungar behielt trotz seines blitzschnellen Antritts die Übersicht und passte uneigennützig zu seinem mitgelaufenen Teamkollegen Patrick Wolf, der auf 1:0 stellte.

Doch der Jubel der Graz-Fans war noch nicht einmal verstummt, da stand es schon 1:1. Hofmann spielte auf Trimmel, dessen Schuss auf Umwegen zu Prokopic kam. Und der Slowake, der im Herbst noch an Innsbruck verliehen worden war, fackelte nicht lange und erzielte so wie 127 Sekunden zuvor Ex-Wr.-Neustadt-Spieler Wolf seinen ersten Treffer im neuen Dress.

Nach dem schnellen Ausgleich kam Rapid auf, Sturm wirkte dagegen ein wenig verunsichert, wie eine Szene in Minute 22 verdeutlichte. Nach einem Mevoungou-Rückpass rasierte Tormann Cavlina den Ball, hatte aber Glück, dass dieser neben dem Tor landete. Auf der Gegenseite rettete Rapid-Verteidiger Soma in letzter Sekunde vor Kienast (27.).

Der zweite Rapid-Treffer resultierte aus einem Handelfer. Schildenfeld hatte einen Trimmel-Schuss, der im Tor gelandet wäre, mit dem Arm abgeblockt (32.). Diese Chance ließ sich Torjäger Hamdi Salihi nicht entgehen (34.). Es war bereits das 14. Saisontor für den albanischen Teamstürmer.

Nach der Pause fand der offene Schlagabtausch zunächst seine Fortsetzung: Zuerst jagte Salmutter den Ball nach Wolf-Querpass alleinstehend aus neun Metern in die Wolken (48.). Auf der Gegenseite streckte Mevoungou mit dem hohen Bein den für Prokopic eingewechselten Kulovits nieder. Den fälligen Freistoß verwandelte Rapid-Kapitän Steffen Hofmann mustergültig aus gut 25 Metern zum 3:1 für die Gäste (55.).

Sturm benötigte jedoch nur fünf Minuten, um diesen Rückstand wettzumachen. Zunächst kam Szabics an der Strafraumgrenze ungehindert zum Schuss und ließ Payer keine Chance (58.). Wenig später erzielte Torschützenlisten-Leader Kienast sein 15. Saisontor, als er eine Wolf-Idealflanke per Kopf zum 3:3 (60.) verwertete. Die Stimmung in der UPC-Arena erreichte damit endgültig den Siedepunkt.

In der letzten halben Stunde blieben aber weitere Topchancen aus, lediglich ein verpatzter Abwehrversuch von Sturm-Verteidiger Schildenfeld, der fast zu einem Eigentor geführt hätte, sorgte bei den Fans noch einmal für Herzklopfen.

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