vergrößernverkleinern
Paul Gludovatz glaubt an die Rückkehr des Glücks © APA (rubra)

Herbstmeister Ried versetzt die Gegner im Frühjahr nicht mehr in Angst. Nach dem 1:1-Heimremis gegen Mattersburg am Samstag sind

Herbstmeister Ried versetzt die Gegner im Frühjahr nicht mehr in Angst. Nach dem 1:1-Heimremis gegen Mattersburg am Samstag sind die Innviertler bereits seit sechs Runden sieglos und in der Tabelle auf Rang vier abgerutscht. Selbst von Platz sieben ist man nur noch drei Punkte getrennt. Dabei zeigten die Hausherren eine ansprechende spielerische Leistung.

"Ich bin guter Dinge, dass das Glück wieder zurückkommt", meinte Trainer Paul Gludovatz. Chancen in Hülle und Fülle, aber kein Glück im Abschluss. Nach der überraschenden Gäste-Führung durch das erste Bundesliga-Tor im 29. Spiel von Alois Höller erzielte Ewald Brenner (57.) den Ausgleich, die große Chance auf den Sieg verbaute man sich schließlich in der 95. Minute selbst. Beim ersten, erfolgreichen, Elferversuch durch Stefan Lexa war Teamkollege Anel Hadzic viel zu früh in den Strafraum gestürmt, der Strafstoß musste wiederholt werden.

Der zweite Versuch scheiterte, Schiedsrichter Manfred Krassnitzer zog sich den Zorn vieler Ried-Fans zu. Eine Handvoll stürmte nach dem Abpfiff aufs Feld, andere warfen Gegenstände beim Abgang des Unparteiischen. Der pochte freilich aufs Regelwerk: "Die Regel sagt ganz klar, dass ein Elfmeter wiederholt werden muss, wenn ein Spieler zu früh in den Strafraum läuft." Johann Hantschk, Chef der Schiedsrichterkommission der Bundesliga, sagte dazu: "Es hat keine Gefahr bestanden, der Verein hatte die Situation im Griff."

Mattersburg-Coach Franz Lederer war schließlich froh über den Punktgewinn. "Wenn man in der 94. Minute den Ball am eigenen Elfmeter liegen hat und alles nach einer Niederlage ausschaut, muss man zufrieden sein." Für die abstiegsgefährdeten Burgenländer war es bereits der neunte Punkt im Frühjahr, der Abstand auf den LASK wuchs zumindest bis zum Sonntag auf neun Zähler an.

Bei Wiener-Neustadt-Coach Peter Schöttel überwog nach dem 2:2-Heimremis gegen Wacker Innsbruck nach dem späten Gegentreffer durch Julius Perstaller der Ärger. "Vor dem Ausgleich wollte ich zweimal wechseln, doch der Schiedsrichter reagierte nicht. Wäre uns das gelungen, hätten wir wieder Ordnung in unsere Abwehr gebracht, den Ausgleich wahrscheinlich nicht kassiert. So wurden wir bestraft."

Innsbruck-Trainer Walter Kogler sprach von einem interessantem, aber eigenartigem Spiel. "Wir haben plötzlich viele Torchancen zugelassen, das war unüblich", bemerkte Kogler. Den Tirolern merkte man das Fehlen des spanischen Abwehrchefs Inaki Bea an. "Erst ab der 25. Minute kamen wir ins Spiel", sagte Kogler, "mit dem Punkt können wir gut leben."

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel