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Gijon knöpfte Real nicht nur drei Punkte ab © APA (epa)

Für Real Madrid scheint der Titelgewinn geplatzt. Im Kampf um die spanische Fußball-Meisterschaft unterlagen die

Für Real Madrid scheint der Titelgewinn geplatzt. Im Kampf um die spanische Fußball-Meisterschaft unterlagen die ersatzgeschwächten "Königlichen" im eigenen Stadion dem Tabellen-15. Sporting Gijon mit 0:1. Der spanische Rekordmeister liegt damit bereits acht Punkte hinter Spitzenreiter FC Barcelona, der bei Villarreal einen möglicherweise entscheidenden 1:0-Sieg einfuhr.

"Adios Liga", jammerte am Sonntag das Madrider Sportblatt "Marca", das die Titelchancen Reals acht Spieltage vor Saisonende zur "mision imposible" (unmöglichen Mission) erklärte.

Auch Trainer Jose Mourinho gab sich pessimistisch: "Tot sind wir zwar nicht, mathematisch ist die Meisterschaft noch nicht verloren. Objektiv gesehen ist es aber praktisch unmöglich, einen Vorsprung von acht Punkten aufzuholen." Als sei das Schicksal seines Vereins bereits besiegelt, verschwand der Portugiese nicht wie sonst nach dem Abpfiff in der Kabine, sondern ging aufs Spielfeld, um seine Spieler zu trösten. Persönlich war die Niederlage für ihn auch ein schwerer Schlag: Seit neun Jahren und 150 Spielen war Mourinho als Clubtrainer in Heimspielen ungeschlagen geblieben. Zuletzt hatte er am 23. Februar 2002 mit dem FC Porto 2:3 gegen Beira Mar verloren.

Der FC Barcelona ließ sich gegen den FC Villarreal die Chance nicht entgehen. Der Treffer von Verteidiger Gerard Pique (67.) sorgte allerdings für Polemik, denn der 24-Jährige schien bei der Ballannahme die Hand im Spiel gehabt zu haben. Trainer Josep Guardiola blieb nach dem so wichtigen Sieg wie gewohnt besonnen und warnte vor Euphorie: "Wer sich acht Spiele vor Saisonende und mit acht Punkten Vorsprung bereits als Meister sieht, kann die Liga nur verlieren." Vielleicht titelte deshalb das katalanische Fachblatt "Sport" am Sonntag lediglich: "Fast Meister!"

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