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Stevens kann mit seinem Team nicht zufrieden sein © APA (Krug)

Im technischen Sinn war es ein Nachmittag ohne Niederlage, und doch gab es am Sonntag auf der Linzer Gugl zwei Verlierer. Das 1:1

Im technischen Sinn war es ein Nachmittag ohne Niederlage, und doch gab es am Sonntag auf der Linzer Gugl zwei Verlierer. Das 1:1 zwischen LASK und Salzburg entfernte beide Teams wieder ein Stückchen vom Erreichen ihres Saisonziels in der Fußball-Bundesliga. "Das war sehr enttäuschend und viel zu wenig für unsere Ansprüche", sagte "Bullen"-Coach Huub Stevens.

Während der Meister neun Runden vor Schluss fünf Punkte hinter Tabellenführer Austria Wien liegt, fehlen dem oberösterreichischen Schlusslicht weiterhin acht Zähler auf den rettenden neunten Platz. U21-Teamchef Andreas Herzog, am Sonntag als Sky-Experte im Einsatz, brachte es auf den Punkt: "Man hat eine Mannschaft gesehen, die nicht absteigen will, und eine, die nicht Meister werden will."

"Wenn man so auftritt, hat man nicht den Anspruch, um den Titel zu spielen", versuchte Stevens erst gar nicht, die gebotene Leistung schönzureden. Das spielerische Unvermögen der Gäste ließ auch ihn nicht kalt. "Wir konnten in der ersten Hälfte das Spiel nicht gestalten, wie wir uns das vorgestellt hatten, sind auch noch in Rückstand geraten und haben es dann mit der Brechstange versucht", analysierte der 57-Jährige.

Die Brechstange packte man dann tatsächlich auch beim Ausgleich aus. Christoph Leitgeb avancierte dabei in der Mauer zum "Drängler", wodurch LASK-Spieler Thomas Piermayr den Ball von Roman Wallner unhaltbar für seinen Goalie Thomas Mandl abfälschte.

LASK-Coach Walter Schachner weinte dem vergebenen ersten Sieg des LASK seit 16. Oktober des Vorjahres nach. Auch zu Salzburg machte sich der Steirer Gedanken. "Wenn ein Club den Anspruch hat, dass er Meister werden will, und mit solchen Millionen-Stars bestückt ist, und wir als abgeschlagener Tabellenletzter so mithalten können, dann sagt das schon einiges."

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