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Kampanier wieder in der Erfolgsspur © APA (epa)

Neapel träumt vom ersten italienischen Fußball-Meistertitel seit 21 Jahren. Der SSC Napoli, der Stolz der Stadt, weist sieben

Neapel träumt vom ersten italienischen Fußball-Meistertitel seit 21 Jahren. Der SSC Napoli, der Stolz der Stadt, weist sieben Runden vor Schluss nur drei Punkte Rückstand auf Tabellenführer AC Milan auf. Napoli gastiert am Sonntag in Bologna (ohne den verletzten György Garics), Milan muss bei Fiorentina antreten.

Der zuletzt schwer wankende Serienmeister Inter Mailand steht daheim gegen Chievo vor einem Pflichtsieg. Dass Napoli um den Scudetto mitmischt, freut auch Italiens Teamchef Cesare Prandelli. "Es macht Spaß, einen Club wie Napoli im Titelkampf zu sehen. Das ist gut für den italienischen Fußball", meinte Prandelli über die Süditaliener, die 1987 und 1990 unter Führung des argentinischen Ausnahmekönners Diego Maradona italienischer Meister waren.

Dazwischen war der Club aufgrund finanzieller Schwierigkeiten bis in die dritte Liga durchgereicht worden. Mit dem neuen Präsidenten Aurelio De Laurentiis, einem Filmproduzenten, gelang jedoch die sportliche und wirtschaftliche Wiederauferstehung. Bis vergangenen Sommer war Napoli der Arbeitgeber von Erwin Hoffer gewesen, der ÖFB-Teamstürmer konnte sich jedoch gegen Angreifer wie Ezequiel Lavezzi oder Marek Hamsik nicht durchsetzen.

In Bologna muss Napoli auf den gesperrten Stürmerstar Edinson Cavani verzichten. Beim dramatischen und höchst umstrittenen 4:3-Heimsieg vor 75.000 Zuschauern gegen Lazio Rom am vergangenen Sonntag hatte Cavani drei Treffer erzielt, mit 25 Toren führt er gemeinsam mit Antonio Di Natale (Udinese) die Serie-A-Schützenliste an.

"Ich würde Cavani nicht einmal für 100 Millionen Euro verkaufen", stellte De Laurentiis klar, dass der Uruguayer bei seinem Verein bleiben muss. Als weiteren Erfolgsgaranten für Napoli sieht De Laurentiis Trainer Walter Mazzarri. "Mazzarri ist der Maradona dieses Teams." Der Chefcoach selbst spricht von einer "unglaublichen Saison".

Inter muss sich von den herben Niederlagen gegen Milan (0:3) und Schalke (2:5) erholen. "Wir müssen neue Energie gewinnen, unsere Probleme herausfinden und uns auf die Liga konzentrieren. Es wird nicht leicht, aber wir müssen Ruhe bewahren und die Köpfe nach oben richten", erklärte Inter-Kapitän Javier Zanetti. Hinter dem Top-Trio kämpfen Udinese (56 Punkte), Lazio (54) und AS Roma (50) um den Platz in der Champions-League-Qualifikation, Außenseiterchancen hat auch noch Juventus (48).

Bei Juve ist Tormann Gianluigi Buffon aufgrund seiner chronischen Rückenbeschwerden fürs Heimmatch gegen Genoa fraglich. Sein Ersatzmann Marco Storari war aber am vergangenen Sonntag der Vater des 2:0-Auswärtserfolges gegen AS Roma. Sollte Buffon weiter fehlen, sitzt Alexander Manninger auf der Ersatzbank.

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