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Jubel bei den Grazern © APA (Oczeret)

Überschattet vom kolportierten möglichen Abgang von Trainer Peter Pacult hat Rekordmeister Rapid am Samstag einen schweren

Überschattet vom kolportierten möglichen Abgang von Trainer Peter Pacult hat Rekordmeister Rapid am Samstag einen schweren Rückschlag im Titelkampf der Fußball-Bundesliga erlitten. Die Hütteldorfer mussten sich im Schlager der 28. Runde Sturm Graz zu Hause mit 0:2 (0:2) geschlagen geben. Bei einem Spiel mehr liegt Rapid weiter sieben Punkte hinter dem Stadtrivalen Austria Wien

Sturm zog nach Punkten mit dem Tabellenführer gleich, ist weiter Zweiter. Für die Entscheidung sorgte einmal mehr das Grazer Sturmduo Roman Kienast (23.) und Imre Szabics (40.) - bereits vor der Pause jeweils nach gegenseitiger Vorarbeit. Kienast nutzte ein perfektes Szabics-Zuspiel, nachdem Rapid-Verteidiger Mario Sonnleitner den Ball nicht weggebracht hatte. Sonnleitner fälschte Kienasts Schuss dann auch noch unglücklich zu dessen 16. Saisontor ab.

Der Führende in der Schützenliste revanchierte sich bei Sturmpartner Szabics, der Ungar verwandelte mit einem mustergültigen Heber. Reaktionslos blieb Pacult in seinem Trainersessel sitzen, reaktionslos präsentierte sich über weite Strecken auch seine Mannschaft. Es könnte ein unrühmliches Ende einer seit 2006 andauernden Ära gewesen sein. Pacult soll laut Medienberichten vom Samstag vor dem Wechsel zum Red-Bull-Club RB Leipzig stehen.

Pacult hatte auf ein variables 4-2-3-1-System gesetzt, in dem Christopher Trimmel hinter Hamdi Salihi praktisch die zweite Sturmspitze gab. Gefahr strahlte der Rekordmeister aber nur höchst selten aus. Trimmel setzte die beste Gelegenheit am langen Eck vorbei (13.). Nach Seitenwechsel scheiterte er an Sturm-Keeper Silvije Cavlina (54.), der wegen mehr Spielpraxis erneut den Vorzug gegenüber dem zuvor verletzten Christian Gratzei erhalten hatte.

Im Rapid-Tor ersetzte Raimund Hedl den erkrankten ÖFB-Teamkeeper Helge Payer, musste sich aber schon vor der Pause zweimal geschlagen geben. Bei Szabics' Heber war der 36-Jährige etwas unmotiviert herausgekommen, dafür parierte er zwei Topchancen von Sturm-Flügelspieler Andreas Hölzl - in der ersten Hälfte einen Direktschuss (31.), nach Seitenwechsel einen wuchtigen Kopfball (65.).

Rapid hatte in weiterer Folge zwar mehr Ballbesitz, vermochte aber nicht mehr zuzusetzen. Ein Drazan-Schuss strich am langen Eck vorbei (68.), Nuhiu vergab nach Kopfball-Vorarbeit des ebenfalls eingewechselten Vennegoor of Hesselink (82.). Sturm siegte damit im vierten Anlauf erstmals in dieser Saison gegen Rapid. Ihre bisher letzten Sieg im Hanappi-Stadion hatten die Grazer am 12. April 2009 gefeiert (1:0).

Sturm hat damit 2011 weiterhin nur ein Spiel verloren (0:1 gegen Wacker Innsbruck). Für Rapid setzte es dagegen im vierten Heimspiel 2011 nicht nur die ersten Gegentore, sondern auch die erste Heimniederlage in der Liga seit 12. September (0:1 gegen die Austria). Zuletzt waren die Hütteldorfer vier Runden ungeschlagen gewesen, hatten aber dabei zweimal Remis gespielt.

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