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Böse Gerüchte oder lügender Pacult? © APA (Archiv/Pfarrhofer)

Rapid Wien hält vorerst weiterhin an Coach Peter Pacult fest. Trotz der Gerüchte über einen möglichen Wechsel zum deutschen

Rapid Wien hält vorerst weiterhin an Coach Peter Pacult fest. Trotz der Gerüchte über einen möglichen Wechsel zum deutschen Viertligisten RB Leipzig und der 0:2-Heimniederlage gegen den SK Sturm Graz am Samstag, zogen die Hütteldorfer nicht die Reißleine. "Peter Pacult hat glaubhaft versichert, dass an den Gerüchten zu einem möglichen Wechsel zu RB Leipzig absolut nichts dran sei", hieße es.

Pacult hatte sich in einem "Krisengespräch" mit Präsident Rudolf Edlinger und Manager Werner Kuhn unmittelbar nach dem Spiel am Samstagabend in der Geschäftsstelle rechtfertigen müssen. Und dabei anscheinend noch einmal seinen Kopf aus der Schlinge gezogen. "Pacult leitet am Montag das Training", sagte Edlinger der Tageszeitung "Kurier".

Zuvor hatte Kuhn darauf verwiesen, dass Pacult bisher eine sehr gute Arbeit geleistet habe. "Momentan läuft es aber nicht so, wie wir alle das wollen." Vonseiten von Red Bull sei jedenfalls niemand wegen eines potenziellen Wechsels des Trainers nach Leipzig an den Club herangetreten. "Er hat noch ein Jahr Vertrag, mit uns hat niemand gesprochen", betonte der Rapid-Manager.

Pacult war am Donnerstagabend beim Nobel-Heurigen Pfarrwirt in Wien u.a. an einem Tisch mit Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz gesessen. Laut einem Bericht der "Leipziger Volkszeitung" sollen sich die Beiden bereits auf eine Zusammenarbeit ab Sommer geeinigt haben. Pacult selbst zog die Gerüchte ins Lächerliche, ein klares Dementi blieb aber aus. Es sei nur eine "Weinverkostung, ein netter Abend, ein gemütliches Beisammensein", gewesen, sagte Pacult.

Der seit 2006 bei Rapid tätige Meistermacher von 2008 hat sich aber nicht nur deshalb bei der Vereinsspitze unbeliebt gemacht, auch sein Auftreten auf der Pressekonferenz am Freitag war wenig förderlich. Da hatte sich der Rapid-Coach über die Bedeutung des Amtes Sportdirektor lustig gemacht und auch Kritik an Alfred Hörtnagl, der in der Vorwoche zurückgetreten war, anklingen lassen. Pacult: "Es ist schwierig, wenn einen einer immer nur blockiert."

Neben der Niederlage gegen Sturm verschärfte sich auch Rapids Personalsituation. Mario Sonnleitner musste mit Hüftproblemen schon nach 29 Minuten vom Platz, Kapitän Steffen Hofmann blieb mit einer Fersenverletzung zur Pause in der Kabine. Schon vor der Partie hatte Goalie Helge Payer wegen einer Grippe-Erkrankung w.o. geben müssen, als fünfter Spieler neben den verletzten Andreas Dober, Rene Gartler, Veli Kavlak und Yasin Pehlivan.

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