vergrößernverkleinern
Walter Schachner dirigiert den LASK zum Erfolg © APA (Krugfoto)

Der LASK hat im Kampf um den Klassenerhalt in der Bundesliga am Samstag neue Hoffnung geschöpft. Ausgerechnet bei

Der LASK hat im Kampf um den Klassenerhalt in der Bundesliga am Samstag neue Hoffnung geschöpft. Ausgerechnet bei Titelverteidiger Salzburg holten die Linzer den ersten Auswärtssieg der laufenden Saison. Nach dem 1:0 in Salzburg fehlen dem Schlusslicht sechs Punkte auf Mattersburg und damit die vor wenigen Wochen noch aussichtslos scheinende Rettung.

Als hauptverantwortlich für den Aufwind sieht die Mannschaft ihren neuen Trainer Walter Schachner. Die Linzer haben zuletzt drei Spiele in Folge nicht verloren. Der Sensationssieg in Salzburg war aber der erste im sechsten Spiel unter Schachner. 16 Runden hatte der Tabellenletzte zuvor nicht voll gepunktet, ein Tor von Lukas Kragl beendete die Durststrecke. "Endlich zeigen wir, was in der Mannschaft steckt", meinte Kapitän Rene Aufhauser. "Das ist die Handschrift des Trainers. Wir machen nicht mehr diese individuellen Fehler wie früher." Ähnlich sah es Keeper Thomas Mandl: "Es ist eine Harmonie im Team."

Schachner lobte seine Team nach dem ersten Auswärtssieg seit fast einem Jahr, einem 1:0 am 24. April bei Sturm Graz, in höchsten Tönen. "Wir müssen mehr laufen, rackern und kämpfen als andere - das setzt die Mannschaft 100-prozentig um", betonte der Ex-Stürmer, der seit Anfang März im Amt ist. Seither haben die Linzer nur gegen sogenannte Großclubs gepunktet. Einem 1:1 in Graz folgten ein 0:0 bei Rapid und zuletzt vier Punkte aus zwei Spielen gegen den Meister.

"Derzeit haben wir noch nichts erreicht", erinnerte Schachner. "Aber wir geben erst auf, wenn theoretisch nichts mehr möglich ist. Entscheidend wird das direkte Duell gegen Mattersburg." Das steigt in zwei Wochen im Burgenland. Die Mattersburger retteten zu Hause gegen den Tabellenvierten SV Ried immerhin einen Punkt. Den Ausgleich zum 2:2-Endstand erzielte Ilco Naumoski noch vor der Pause - mit seinem ersten Bundesliga-Tor seit 12. Dezember 2009.

"Für uns reicht das noch nicht. Bis zum Klassenerhalt ist es noch ein hartes Stück Arbeit", erkannte Mattersburg-Trainer Franz Lederer. Die Rieder hatten zweimal nach Eckbällen getroffen, sind im Kampf um die Europacup-Plätze damit gleichauf mit dem Tabellendritten Salzburg weiter in einer guten Position. Im Titelrennen fühlen sich die Innviertler aber nicht mehr. "Das machen sich Sturm und Austria aus", meinte Kapitän Oliver Glasner.

Ungemach droht vielmehr von den Verfolgern - zwei Punkte hinter Salzburg und Ried lauern neben Rapid auch Aufsteiger Wacker Innsbruck und Wr. Neustadt. Nach dem 1:0 gegen Wr. Neustadt dank eines Abstauber-Tores von Miran Burgic wartet auf die Innsbrucker kommende Woche mit Rapid ein weiterer direkter Konkurrent. "Wir wollen wieder mit einer ähnlich starken Leistung anschließen", erklärte Wacker-Trainer Walter Kogler.

Das Saisonziel Klassenerhalt haben die fünf Spiele ungeschlagenen Tiroler längst abgehakt. "Jetzt geht es darum, uns weiter nach vorne zu orientieren", meinte Kogler. Sein Team habe von dem Trio, das bei 42 Punkten hält, sicher den wenigsten Druck. Wr. Neustadt haderte nach dem 1:1 vergangene Woche mit einer unglücklichen Niederlage. "Aber wir werden sehen, wer am Ende die Nase vorne hat", gab sich Coach Peter Schöttel zuversichtlich.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel