vergrößernverkleinern
Punktetrennung in der Steiermark © APA (Leodolter)

Die Austria hat am Sonntag die Tabellenführung in der österreichischen Fußball-Bundesliga mit Mühe erfolgreich verteidigt.

Die Austria hat am Sonntag die Tabellenführung in der österreichischen Fußball-Bundesliga mit Mühe erfolgreich verteidigt. Die Wiener kamen zum Abschluss der 28. Runde in Kapfenberg nach dreimaligem Rückstand zu einem 3:3 (1:2). Acht Spiele vor Schluss führt die Austria (50 Punkte) vor Sturm Graz (49), dahinter folgen Salzburg (44) und Ried (44).

Kapfenberg lag in einem packenden Match durch Tore von Deni Alar (5.), Matej Mavric (33./Foul-Elfmeter) und Markus Felfernig (72.) dreimal voran. Den spielbestimmenden, aber defensiv unsicheren Gästen gelang durch Roland Linz (28., 65.) und Marko Stankovic (75.) ebenso oft der Ausgleich.

Werner Gregoritsch und Karl Daxbacher absolvierten das jeweils 100. Ligamatch als Cheftrainer ihres Arbeitgebers. Beide schickten anlässlich dieses Jubiläums nominell offensiv orientierte Teams auf den Rasen. Und die 4.000 Zuschauer mussten nicht lange auf den ersten Treffer warten. Kapfenberg ging bereits in der 5. Minute in Führung, allerdings dank kräftiger Mithilfe von Austria-Tormann Heinz Lindner. Alar zog aus 25 Metern ab, Lindner parierte den aufgesetzten Schuss an die Innenstange und von dort ging der Ball ins Tor.

Für Alar war es Saisontreffer Nummer 13, am 21-Jährigen sollen bereits zahlreiche Clubs interessiert sein. Die Austria tat sich trotz klarer optischer Überlegenheit schwer, gegen die kampfstarken Steirer ihre spielerische Klasse zu entfalten. Kapfenberg-Schlussmann Raphael Wolf war zunächst lediglich bei den zahlreichen Eckbällen der Gäste gefordert. Beim ersten gefährlichen Austria-Torschuss von Julian Baumgartlinger war Wolf zwar zur Stelle, der Abpraller wurde aber zur Beute von Linz.

Die Austria war damit wieder zurück im Spiel, brachte sich aber rasch wieder außer Tritt. Innenverteidiger Georg Margreitter ließ sich von Alar leichtsinnig den Ball abluchsen und brachte den Kapfenberger danach von hinten zu Fall. Den fälligen Elfmeter verwertete Mavric sicher ins rechte Eck zum 2:1 (33.). Im Gegenzug blieb die Pfeife von Referee Bernhard Brugger stumm, obwohl Kapfenbergs Thomas Schönberger bei einem Rettungsversuch zweimal den Ball mit der Hand berührte (34.).

Kapfenberg verteidigte nach der Pause mit höchstem Einsatz die knappe Führung. Zlatko Junuzovic verfehlte den Ausgleich mit einem Flachschuss um wenige Zentimeter (47.), ansonsten blieben die Gäste meist im engmaschigen Kapfenberger Abwehrnetz hängen. Goalgetter Linz (bereits 15 Saisontore) brach den Bann nach Eckball von Zlatko Junuzovic und Kopfball-Vorlage von Manuel Ortlechner und netzte aus kurzer Distanz zum 2:2 ein (65.).

Das Match blieb höchst unterhaltsam. Da die Austria auf den Sieg drängte, bot sich Kapfenberg Platz zum Kontern. Zunächst traf Boris Hüttenbrenner nur die Latte (67.), ein satter Volley von Felfernig nach Alar-Vorlage ins rechte Eck bedeutete dann aber zum dritten Mal die Kapfenberger Führung (72.). Ebenfalls zum dritten Mal hatte die Austria eine Antwort parat. Stankovic traf von der Strafraumgrenze ins linke Eck und glich neuerlich aus (75.). Der offene Schlagabtausch fand seine Fortsetzung, brachte aber nicht mehr den siebenten und entscheidenden Treffer.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel