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Raul scorte für die Deutschen © APA (dpa)

Im Viertelfinale der Fußball-Champions-League sind Sensationen am Mittwochabend ausgeblieben. Nach ihren klaren

Im Viertelfinale der Fußball-Champions-League sind Sensationen am Mittwochabend ausgeblieben. Nach ihren klaren Hinspiel-Erfolgen erreichten Real Madrid und Schalke 04 souverän die Vorschlussrunde. Die Madrilenen ließen gegen Tottenham dem 4:0-Heimsieg einen 1:0-Erfolg in London folgen. Die Deutschen setzten sich gegen Inter Mailand nach dem 5:2 in Mailand auch in Gelsenkirchen mit 2:1 durch.

Damit ist es weiterhin seit der Einführung der Champions League 1992/93 noch keinem Titelverteidiger gelungen, die Trophäe in der darauffolgenden Saison erfolgreich zu verteidigen. Im Halbfinale kommt es nun zum "El Clasico" Real Madrid gegen FC Barcelona. In der zweiten Partie trifft Schalke 04 auf Manchester United. Spieltermine sind der 26./27. April und 3./4. Mai.

Außenseiter Schalke 04 steht erstmals in der Vereinsgeschichte im Semifinale der Champions-League. Raul (45.) und Benedikt Höwedes (81.) für die Hausherren bzw. Thiago Motta (49.) trafen "Auf Schalke".

Die deutschen "Knappen" waren vor 53.000 Zuschauern in der heimischen Arena ungefährdet. Mit dem Mute der Verzweiflung hatte Inter einen Sturmlauf angekündigt, die mit dem angeschlagenen Christoph Metzelder (Nasenbeinbruch) eingelaufene königsblaue Abwehr ließ sich davon aber nicht beirren. Italiens Meister kam nur selten in Tornähe und wenn, dann stand Schalkes Schlussmann Manuel Neuer wie bei einem Versuch von Dejan Stankovic (36.) auf dem Posten.

Die Inter-Elf, die die schwarze Serie der Titelverteidiger seit Einführung der Champions League in der Saison 1992/93 damit fortsetzte, blieb auch ihrer bereits in Mailand gezeigten Abwehrschwäche treu. Der wieder fitte Innenverteidiger Lucio verlor Raul kurz vor dem Pausenpfiff nach einem Pass von Jurado völlig aus den Augen und der 33-Jährige ließ sich diese Chance nicht entgehen. Für Raul war der fünfte Treffer im laufenden Bewerb bereits der 71. in der "Königsklasse" insgesamt.

Für Inter war die Chance auf die Wende damit endgültig dahin. Auch das 1:1 durch Motta nach einem Eckball fast unmittelbar nach dem Seitenwechsel änderte nichts daran. Die Mannschaft von Ralf Rangnick, in der Liga nur auf Platz neun zu finden, suchte noch den Sieg und wurde durch den aufgerückten Höwedes, der nach einem Idealpass von Raul traf, noch belohnt.

Real verteidigte seinen Vorsprung an der Londoner White Hart Lane ebenfalls mit Bravour. Tottenham versuchte die Elf von Star-Trainer Jose Mourinho (500. Spiel als Coach) von Beginn weg unter Druck zu setzen. Die vor dem ersten von vier anstehenden Duellen mit Barcelona in Meisterschaft, Cup-Finale und Champions League am kommenden Samstag in stärkster Formation angetretenen Madrilenen ersparten sich aber das große Zittern.

Die Engländer waren ohne den gesperrten Peter Crouch zu einfallslos, um Reals Defensive zu überwinden. Noch dazu leistete sich "Spurs"-Torhüter Heurelho Gomes einen schlimmen Patzer. Der Brasilianer ließ einen eigentlich harmlosen Schuss von Superstar Cristiano Ronaldo durch die Hände rutschen und ermöglichte Real damit das 1:0.

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