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Linzer bekamen Aufwind durch Sieg gegen Salzburg © APA (Archiv/Krug)

Nach Monaten der Tristesse hat der LASK in der Fußball-Bundesliga Oberwasser bekommen. Der befreiende 1:0-Sieg bei Meister

Nach Monaten der Tristesse hat der LASK in der Fußball-Bundesliga Oberwasser bekommen. Der befreiende 1:0-Sieg bei Meister Salzburg soll der Startschuss zur Schlussoffensive der Linzer im Kampf um den Klassenerhalt werden. Mit einem Heimerfolg gegen den Kapfenberger SV am Samstag (16.00 Uhr/live Sky) soll der Rückstand auf Platz neun weiter verringert werden.

Von einem Pflichtsieg gegen den Tabellenachten wollte Trainer Walter Schachner trotzdem nichts wissen. "Wir wollen gewinnen, müssen aber nicht. Müssen erzeugt Druck, das ist kein gutes Wort. Bei uns ist es tabu", stellte der Steirer klar. Konkreter wurde Schachner schon bei seiner Zielsetzung für die etwas weiter entfernte Zukunft. "Nach der 36. Runde müssen wir Neunter sein." Die drei kommenden Runden gegen Kapfenberg, Tabellennachbar Mattersburg und Lokalrivale Ried werden jedenfalls zeigen, wohin der Weg des LASK führt.

16 Runden hatten die Athletiker warten müssen, ehe ausgerechnet in Salzburg der mögliche Befreiungsschlag gelang. Unter Schachner hat sich das aktuell sechs Zähler hinter Mattersburg liegende Schlusslicht konsolidiert. Nach sechs Partien stehen ein Sieg, drei Remis und zwei Niederlagen zu Buche. Gegen die Obersteirer ist man aber seit sechs Spielen sieglos. In Abwesenheit des verletzten Aridany Tenesor sollen Lukas Kragl und Leonhard Kaufmann an vorderster Front für ein Erfolgserlebnis sorgen.

Kapfenbergs Werner Gregoritsch maß dem Duell mit seinem Ex-Club höhere Bedeutung zu - wie auch der anstehenden englischen Woche. "Wir können in Linz bereits die 'big points' setzen, damit uns theoretisch nichts mehr passieren kann in der Meisterschaft. Dann wartet mit dem Cup-Viertelfinale ein wichtiges Spiel, was den Verein anbelangt, und mit dem Derby noch das an Emotionen hochwertigste Spiel der ganzen Saison", erklärte Gregoritsch. Am Dienstag gastiert der KSV im Cup bei der Vienna, ehe am kommenden Samstag das Heimspiel gegen Sturm Graz wartet.

Nicht ausruhen dürfe man sich laut Gregoritsch auf der Vorstellung beim 3:3 gegen die Austria. "In Linz wird es ein ganz anderes Spiel. Der LASK hat die große Chance, dem vorletzten Platz nahe zu kommen und wird alles versuchen. Mit einem Sieg oder einem Unentschieden können wir einen großen Schritt machen, um Platz acht zu erhalten", gab der Coach der "Falken" die Marschrichtung vor.

Nicht verkleinert werden konnte das Lazarett der Kapfenberger. Robert Gucher (Achillessehnenverletzung) und Stefan Erkinger (Muskelverletzung am Bauchansatz) sind die jüngsten zwei Ausfälle im Kader. Für Tore sorgen soll "LASK-Schreck" Deni Alar: Der auf dem Transfermarkt hoch im Kurs gehandelte Stürmer hat in den bisherigen drei Saisonduellen (1:0, 4:1, 2:2 aus Sicht Kapfenbergs) immer getroffen.

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