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Titelhoffnungen in Gelb, Ratlosigkeit in Blau © APA (Pessenlehner)

Die verrückte 29. Runde mit fünf Auswärtssiegen und keinem einzigen Tor der Gastgeber - beides zugleich gab in der Geschichte

Die verrückte 29. Runde mit fünf Auswärtssiegen und keinem einzigen Tor der Gastgeber - beides zugleich gab in der Geschichte der Fußball-Bundesliga noch nie - hat es möglich gemacht: Obwohl die SV Ried zuletzt sieben Spiele lang ohne Dreipunkter geblieben war, ist der Herbstmeister nach dem 2:0-Erfolg am Sonntag in Wiener Neustadt wieder voll im Titelrennen.

Nur drei Punkte trennen die Oberösterreicher von Spitzenreiter Austria Wien, auch die internationalen Startplätze winken weiter. Ried-Routinier Ewald Brenner, der mit seinem Freistoßtor zum 1:0 die Weichen in der 30. Minute zum Erfolg gestellt hatte, war sich nach seinem 47. Tor im 405 Bundesliga-Spiel jedenfalls sicher: "Wir sind in guter Lauerstellung."

Paul Gludovatz, der zum 100. Mal in der Liga auf der Bank der Innviertler saß, gab sich gewohnt zurückhaltend. Für seine Mannschaft hatte er dennoch Lob parat: "Wir haben sehr konzentriert in der Defensive agiert und in der Offensive mehr Chancen gehabt. Wir haben mit einer gewissen Sicherheit agiert und daher verdient gewonnen."

Auf wenig Gegenliebe stieß bei Brenner hingegen die Eliminierung Martin Stocklasas aus dem Kader. Wenige Tage nachdem der Club bekanntgegeben hatte, dass der Vertrag des Liechtensteiners nicht verlängert werde, durfte der Abwehrspieler die Reise nach Niederösterreich gar nicht mehr antreten.

Wesentlich größerer Ärger herrschte bei Neustadt-Coach Peter Schöttel, dessen Männer gegen die Rieder alle vier Saisonspiele verloren und kein einziges Tor (0:10) erzielten. "Das war ein katastrophaler Auftritt, mir fehlen die Worte", meinte der Wiener, der als favorisierter Kandidat auf den Trainer-Posten bei Rapid gehandelt wird. Davon wollte Schöttel freilich nichts wissen. "Ich habe ein Gespräch gehabt, mehr ist bis jetzt nicht passiert", gab der 44-Jährige zu Protokoll.

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