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Die Wiener Austria will sich im Cup rehabilitieren © APA (Pfarrhofer)

Drei Tage nach der ersten Heimniederlage (0:1) gegen den SV Mattersburg in der Bundesliga-Geschichte hat Spitzenreiter Austria

Drei Tage nach der ersten Heimniederlage (0:1) gegen den SV Mattersburg in der Bundesliga-Geschichte hat Spitzenreiter Austria Wien im "Samsung"-ÖFB-Cup Gelegenheit zur Rehabilitierung. Der Vizemeister empfängt am Dienstag in der Generali Arena seinen zweitklassigen Namensvetter aus Lustenau. Der Rekord-Cupsieger möchte im Viertelfinale den nächsten Schritt zum 28. Triumph in diesem Bewerb setzen.

Die 40.000 Euro Prämie, die es für den Einzug ins Semifinale gibt, ist für die Wiener zweitrangig. Es es gilt viel mehr die sportliche Chance auf das elfte Double (zuletzt 2006) zu wahren. Auf der anderen Seite steht ein Außenseiter, der in der Ersten Liga abgeschlagen Dritter ist und keine Chance auf die Rückkehr in die Bundesliga hat. So unterschiedlich die Ausgangspositionen sind, so "einheitlich" haben die beiden Mannschaften ihre bisherigen Cup-Einsätze absolviert.

Sowohl die violette Austria, als auch die grünweiße Austria haben die ersten zwei Runden jeweils in der Fremde mit den gleichen Resultaten von 3:0 (gegen SG Neuhofen/Ried Amateure, Kapfenberger Amateure bzw. Austria Salzburg, FC Höchst) hinter sich gebracht und mussten im Achtelfinale beide in die Verlängerung (2:1 bzw. 0:0/5:4 Elferschießen). Und in der laufenden Liga-Saison brachten es beide Vereine bisher auf je 14 Erfolge.

Karl Daxbacher warnte seine Truppe vor einer neuerlichen Enttäuschung und hat ihr das in einer Besprechung deutlich gemacht. "Wir dürfen den Gegner nicht auf die leichte Schulter nehmen, die Lustenauer sind um nichts schlechter als die Mattersburger", sagte der Austria-Coach, für den der Cup genau den gleichen Stellenwert wie die Meisterschaft besitzt. Er beschäftigte sich mit seiner Elf eingehend mit dem Gegner, hat ihn einmal selbst beobachtet und zu zwei weiteren Partien Infos eingeholt.

Daxbacher wird jedenfalls keinen Spieler für das Liga-Finish schonen, keine B-Elf aufbieten. "Ich werde versuche, die bestmögliche Mannschaft spielen zu lassen. Wir dürfen nicht in Schwierigkeiten kommen, ein schnelles Tor wäre hilfreich", meinte der 58-Jährige, der den zuletzt gesperrten Julian Baumgartlinger wieder zur Verfügung hat, aber um die Einsätze von Zlatko Junuzovic (Kopfverletzung) und Georg Margreitter (Nackenprobleme) bangte.

Für die Gäste spielt das violette Personal keine große Rolle. "Die Wiener Austria ist nicht zu Unrecht Tabellenführer und die derzeit beste Mannschaft in Österreich. Wir sind Dritter in der zweithöchsten Liga, also kann sich jeder leicht ausrechnen, wer gewinnt wird", sagte der zu Saisonende scheidene Lustenauer Trainer Edi Stöhr. Er hat den Favoriten dreimal auf Video studiert, "weil für eine Live-Beobachtung haben wir keinen Etat." Seine Elf dürfe nicht den Fehler begehen, mit dem Gegner mitzuspielen. "Wir müssen defensiv gut stehen, dürfen dem Gegner keine Räume bieten, nicht übermotiviert oder nervös werden und müssen unsere Chancen im Konter suchen."

In der vorigen Saison scheiterte die Wiener Austria schon im Achtelfinale (0:1) auswärts am LASK, während die Lustenauer nach einem 1:0 in Innsbruck gegen Wacker erst eine Runde später ebenfalls in der Fremde an der SV Ried nach 120 Minuten (1:1) im Elferschießen mit 2:4 die Cup-Segel streichen mussten. Die jüngste Cup-Heimniederlage der Wiener datiert aus dem Jahre 2002, als sie im Achtelfinale an ihrem damaligen Kooperationspartner SC Untersiebenbrunn 2:3 scheiterten.

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