vergrößernverkleinern
Direktes Duell der Bundesligisten im Viertelfinale © APA (Archiv/Leodolter/Almer)

Titelverteidiger Sturm Graz und die SV Ried wollen ihre doppelte Chance auf einen Europacup-Startplatz in der kommenden Saison am

Titelverteidiger Sturm Graz und die SV Ried wollen ihre doppelte Chance auf einen Europacup-Startplatz in der kommenden Saison am Mittwochabend mit einem Sieg im Viertelfinale des ÖFB-Cups wahren. Einer aus dem in der Fußball-Bundesliga auf den Rängen zwei (Sturm) und vier (Ried) liegenden Duos muss allerdings nach dem Spiel in Oberösterreich (18.15 Uhr) die Segel streichen.

Die Rieder haben die jüngsten vier direkten Duelle im eigenen Stadion gegen die Grazer verloren. Die beiden Teams sind auch in der vergangenen Cup-Saison aufeinandergetroffen, am 21. April 2010 hatten sich die Grazer dank eines Lavric-Kopfballtores ebenfalls in Ried im Halbfinale durchgesetzt.

Im Gegensatz dazu erinnern sich die Gastgeber gerne an ihren bisher einzigen Triumph im österreichischen Cup. Der war am 19. Mai 1998 im Wiener Hanappi-Stadion ausgerechnet gegen Sturm mit einem 3:1-Sieg im Finale geglückt. "Es war ein fantastisches Erlebnis. Es ist etwas Besonderes, wenn man einen Pokal in die Höhe stemmen darf", sagte Kapitän Oliver Glasner, der auch schon damals dabei war.

Die Rieder tankten am Sonntag mit dem 1:0-Sieg in Wiener Neustadt Selbstvertrauen und meldeten sich damit auch wieder im Kampf um die Meisterschaft sowie die Europacup-Ränge zurück. "Jetzt ist der Knopf endlich aufgegangen. Die Selbstsicherheit ist wieder da, wir können mit breiter Brust in die restliche Saison gehen", freute sich Ried-Manager Stefan Reiter nach dem ersten Erfolg nach sieben sieglosen Bundesliga-Runden.

Coach Paul Gludovatz ist sich bewusst, warum es endlich wieder einmal mit drei Punkten geklappt hatte. "Wir haben Konturen gezeigt, Ecken und Kanten. Das ist notwendig, um zu bestehen. Davor haben wir schön gespielt, aber nicht effektiv", analysierte der burgenländische Trainer. Gegen die Grazer erwartete er ein ausgeglichenes Spiel. "Sturm schätze ich sehr hoch ein. Wir sind aber auf Augenhöhe und haben eine 50:50-Chance", meinte Gludovatz.

Die Grazer kassierten zuletzt eine 0:3-Niederlage gegen Salzburg, maßen der Niederlage aber keine allzu große Bedeutung zu. "Das 0:3 ist abgehakt, es gibt keinen Grund Trübsal zu blasen", betonte Sturm-Trainer Franco Foda. Für den vierfachen Cupsieger geht es nicht nur um die erfolgreiche Titelverteidigung, sondern auch um den fünften Sieg im Innviertel in Folge. "Wir wollen diese Serie natürlich fortsetzen und ins Semifinale aufsteigen", sagte der Deutsche.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel