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Auch für Katzian "indiskutable Leistung" © APA (Pfarrhofer)

Austria Wien-Präsident Wolfgang Katzian hat nach dem desaströsen 0:4-Heimdebakel im Viertelfinale des "Samsung"-ÖFB-Cups gegen

Austria Wien-Präsident Wolfgang Katzian hat nach dem desaströsen 0:4-Heimdebakel im Viertelfinale des "Samsung"-ÖFB-Cups gegen den Namensvetter aus Lustenau eine offene Aussprache zwischen dem Trainerteam und der Mannschaft gefordert. "Alle müssen sich an einen Tisch setzen, dabei können auch die Fetzen fliegen, aber am Ende muss man daraus zusammengeschweißt hervorgehen", sagte er zur APA.

Er selbst werde keine Ratschläge erteilen, aber nach der indiskutablen Leistung das Gespräch mit dem Trainer suchen, sagte Katzian, der auch SPÖ-Nationalratsabgeordneter und Vorsitzender der Gewerkschaft GPA-djp ist. Der Zeitpunkt dafür stehe jedoch noch nicht fest. Aber er erteilte gleich all jenen, die einen Wechsel der sportlichen Führung fordern, eine klare Absage. "Karl Daxbacher hat unser Vertrauen, da gibt es überhaupt keine Diskussion", erklärte der Gewerkschafter. Man könne nach zwei Spielen (0:1 gegen Kapfenberger SV und 0:4) nicht gleich alles hinschmeißen, was man sich aufgebaut habe.

Katzian steht auf dem Standpunkt, dass Linz, Junuzovic und Co. nicht innerhalb von 14 Tagen das Fußballspielen verlernt haben. "Da muss es irgendwelche anderen Gründe geben. Seit der Länderspielpause präsentiert sich die Mannschaft wie ausgewechselt. Ich kann es mir nicht erklären", meinte der 54-Jährige, der sich etwa eine Stunde nach dem Schlusspfiff so wie die Vorstände Markus Kraetschmer und Thomas Parits, der Trainer und einige Spieler den aufgebrachten Fans stellte. Alle hatten vollstes Verständnis für die Unmutsäußerungen nach der peinlichen Darbietung.

Die violetten Anhänger hatten während der erschreckend schwachen 90 Minuten immer wieder "Aufhören, Aufhören" gerufen und danach den Stadion-Eingang zu den Kabinen belagert und lautstark ihren Zorn geäußert. Kraetschmer versprach all jenen Leuten, die sich am Spieltag eine Eintrittskarte gekauft haben, eine finanzielle Entschädigung. Interessenten können sich in entsprechende Listen eintragen. "Wir werden uns mit den Fan-Cops zusammensetzen und eine Lösung finden, in welcher Form das geschehen wird", sagte der Wirtschaftsvorstand, der in der Stunde der Emotion keine Entscheidung treffen wollte.

"Das war eine katastrophale Leistung. Wir waren in allen Belangen unterlegen. Das war für unsere Ansprüche viel zu wenig. Es ist der Wurm drinnen. Gründe für das Versagen fallen mir so kurz nach dem Spiel keine ein. Wir müssen uns jetzt sammeln. So kann's nicht weitergehen. Ich hoffe, wir kriegen die Kurve", sagte Kapitän Roland Linz, der sich gemeinsam mit Torhüter Robert Almer und Verteidiger Markus Suttner der aufgebrachten Menge gestellt hatte. Er versprach im Namen der Mannschaft, dass sich ihre Austria am Sonntag im Liga-Schlager in Ried ganz anders präsentieren werde. Das wird auch notwendig sein, sonst sind die Veilchen Tabellenführer gewesen.

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