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Daxbacher muss Spielfreude ins Team bringen © APA (Pfarrhofer)

In den jüngsten sechs Partien nur ein Sieg, aber drei Niederlagen, zuletzt 0:1 in der Liga gegen SV Mattersburg und 0:4 im

In den jüngsten sechs Partien nur ein Sieg, aber drei Niederlagen, zuletzt 0:1 in der Liga gegen SV Mattersburg und 0:4 im ÖFB-Cup-Viertelfinale gegen Austria Lustenau - schlimmer geht's nimmer. Was die Wiener Austria, Spitzenreiter der Fußball-Bundesliga, am Dienstag seinen Fans zumutete, war ein Beweis dafür, dass Linz, Junuzovic und Co. im Saisonfinish in ein Formtief geschlittert sind.

"Das war beschämend und einer Austria unwürdig. Ich kann mich nur bei allen Fans für diese indiskutable Leistung entschuldigen", sagte Trainer Karl Daxbacher, dem die Enttäuschung deutlich ins Gesicht geschrieben stand. Auch ihm waren die spielerische Offenbarung und die Verunsicherung unerklärlich. Seine Mannschaft habe einige Grundelemente des Fußballs nicht gezeigt. "Wir haben alles falsch gemacht, was man nur falsch machen kann. Alle waren schlecht, dazu gehört auch der Trainer. Wir gewinnen und verlieren gemeinsam", nahm sich der 58-Jährige selbst nicht aus der Kritik.

Der Ex-Teamspieler hatte in der Pause noch lautstark versucht, seine Mannen aufzurütteln und an sie appelliert, wenigstens zu kämpfen. Dennoch: "Wir hatten kaum eine reelle Torchance", musste Daxbacher nach dem Spiel zugeben. Jetzt gelte es, möglichst schnell wieder in die Spur zu kommen.

Die Vorarlberger, die in der laufenden Liga erst einen echten Auswärtssieg (2:0 Vienna, 10. September 2010 und zwei Auswärtssiege gegen den FC Lustenau) landeten, stehen hingegen als erster Club aus dem Ländle seit 41 Jahren und erstmals in ihrer Vereinshistorie im Halbfinale des ÖFB-Cups. "Wir haben auf unserem bestmöglichen Niveau gekickt. Die indiskutable Leistung des Gegners hat unsere Darbietung ein bisschen herabgewürdigt", meinte Lustenau-Trainer Edmund Stöhr, der seine disziplinierte, lauf- und kampfstarke Elf taktisch hervorragend eingestellt hatte. "Wir waren topmotiviert und haben dem Gegner den Spaß genommen", so der 54-jährige Bayer, der mit dem 4:0 nicht gerechnet hatte, aber letztlich von einem auch in dieser Höhe verdienten Erfolg sprach. Die Gäste hatten nach dem Schlusspfiff bei einem Heurigen in Wien-Oberlaa noch ausgiebig gefeiert und reisten erst am Mittwoch zurück.

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