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Tatar sieht u.a. den Vollmond als Schuldigen © APA (Artinger)

Im Fußball gewinnt nicht immer der Stärkere. Das hat am Dienstagabend das Viertelfinale im ÖFB-Cup zwischen Vienna und

Im Fußball gewinnt nicht immer der Stärkere. Das hat am Dienstagabend das Viertelfinale im ÖFB-Cup zwischen Vienna und Kapfenberg deutlich gezeigt. "Die Vienna war eine Klasse stärker als wir", resümierte auch KSV-Trainer Werner Gregoritsch, der die "Falken" erstmals ins Cup-Halbfinale führte. Sein Kollege Alfred Tatar musste das praktisch in letzter Minute kassierte 0:2 (0:0) erst verdauen.

"Das ist ein Abend mit bitterem Beigeschmack, weil wir 90 Minuten mehr als ebenbürtig waren. Der Vollmond am Montag hat seine Nachwirkungen gezeigt. Uns hat das Quäntchen Glück gefehlt. Heute haben wir die Ernte für unsere Arbeit nicht eingefahren", meinte der Vienna-Trainer, nachdem der Traum vom ersten Einzug ins Semifinale seit 1997 in der lauen Abendluft brutal geplatzt war und damit die Chance auf eine Moralspitze für den Abstiegskampf verjuxt worden war.

Was war passiert, dass es zu keiner Verlängerung mit einem möglichen blau-gelben Happy End kam? Nach einem Foul von Welnicki an Hosiner schoss Djokic den dafür verhängten Foulelfer so schwach, dass KSV-Keeper Wolf abwehrte und auch den Nachschuss von Beciri unschädlich machte. Gregoritsch erklärte seinen Torhüter taxfrei zum "Vater des größten Cup-Erfolges in der Vereinsgeschichte".

Der sympathische, bescheidene Deutsche sah sich nicht als Matchwinner des Tabellenachten der Bundesliga. "Ich habe es meiner Mannschaft nur einfacher gemacht. In der ersten Hälfte hätte die Vienna in Führung gehen müssen. Nachher ist unser 1:0 aus dem Nichts entstanden und hat sich jeder für den anderen reingehauen", meinte Wolf, der in der Bundesliga schon vier Strafstöße (je zwei in voriger und laufender Saison) abgewehrt hatte.

Die unterlegenen Döblinger, die nach dem vergebenen Elfer im Gegenstoß durch Wendler den Todesstoß hinnehmen mussten, können sich jetzt ganz auf den Kampf gegen den Abstieg aus der Ersten Liga konzentrieren. Sie nehmen derzeit den neunten Rang ein.

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