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"Langsame Entwicklung statt Revolution" © APA (epa)

Joseph S. Blatter hat in einem Brief an die 208 Mitgliedsländer des Fußball-Weltverbandes (FIFA) um Unterstützung für seine

Joseph S. Blatter hat in einem Brief an die 208 Mitgliedsländer des Fußball-Weltverbandes (FIFA) um Unterstützung für seine Wiederwahl als FIFA-Präsident geworben. Darin listete der Schweizer detailliert die finanziellen Erfolge des Verbandes auf und zählte seine Ziele für seine vierte Amtszeit (2011 bis 2015) auf.

"In der FIFA braucht es keine Revolution, sondern konstante Entwicklungen und Verbesserungen für den Fußball und unsere Organisation", ließ Blatter in dem Schreiben, das der APA vorliegt, wissen. Der 75-Jährige tritt anlässlich des FIFA-Kongresses am 1. Juni in Zürich zur Wahl gegen seinen Herausforderer Mohamed bin Hammam aus Katar an. Fußball sei sein Leben, die FIFA sei sein Leben, versicherte Blatter in seinem Brief. "Was wir in den letzten zwölf Jahren gemeinsam erreicht haben, erfüllt mich mit Stolz." Die FIFA sei stärker denn je und für die anstehenden Herausforderungen bestens gewappnet. In Zeiten wirtschaftlich und politisch heftiger Erschütterungen benötige der Weltverband Stabilität, Kontinuität und Zuverlässigkeit.

"Mit einer Verlagerung von Macht von den Verbänden zu den Konföderationen würde die Fußball-Pyramide aus dem Gleichgewicht geraten. Aus diesem Grund will ich die Demokratie und Autonomie unserer 208 Mitgliedsverbände stärken und so die Werte und die Besonderheit des Fußball schützen", ist in dem Brief u.a. zu lesen. Blatter wolle sich mit voller Kraft auch dafür einsetzen, den Fußball noch attraktiver zu machen und zu diesem Zweck Kernbereiche wie Schiedsrichterwesen, Spielregeln, technische Aspekte und Management optimieren.

"Begleiten Sie mich in den nächsten vier Jahren zu einem wunderbaren Vermächtnis", forderte Blatter die Funktionäre in aller Welt auf. Bei seinen sechs Hauptzielen nannte er auch "Nulltoleranz gegenüber Spielabsprachen, Korruption und Doping sowie Fairness". Er werde weiter gegen die "größten Feinde des Fußballs" ankämpfen, Korruption, Spielabsprachen und Doping. Konkrete Maßnahmen kündigte Blatter allerdings nicht an. Er habe aber die Motivation, Erfahrung, Vision und Energie, die es zum Abschluss meiner Mission braucht", versicherte Blatter zum Abschluss.

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