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Ried konnte sich sogar ein Eigentor erlauben © APA (Pessenlehner)

Der Titelverteidiger ist im Viertelfinale des ÖFBl-Cups gescheitert. Der SK Sturm Graz musste sich am Mittwoch bei der SV Ried

Der Titelverteidiger ist im Viertelfinale des ÖFBl-Cups gescheitert. Der SK Sturm Graz musste sich am Mittwoch bei der SV Ried mit 1:2 (0:1) geschlagen geben. Die Treffer erzielten Daniel Royer (17.) und Anel Hadzic (94.) bzw. Ried-Kapitän Oliver Glasner per Eigentor (95.). Die Rieder beendeten damit eine Negativserie von vier Heimniederlagen in Folge gegen den aktuellen Bundesliga-Zweiten.

Sturm war nach der 0:3-Heimniederlage gegen Salzburg schwach in die Partie gestartet, präsentierte sich in der Offensive ideenlos und in der Defensive fehleranfällig. Das gefürchtete Sturmduo Kienast/Szabics war in der ersten Hälfte überhaupt nicht zu sehen, erst mit der Einwechslung von Routinier Mario Haas zur Pause kam etwas mehr Bewegung ins Spiel. Auf der Gegenseite bereitete Rieds Solospitze Markus Hammerer einige Probleme.

Das Sturm-Tor hütete erstmals seit Mitte Februar Christian Gratzei statt Silvije Cavlina. Bei den Gegentreffern war der ÖFB-Internationale aber chancenlos. Hammerer hatte Hadzic eingesetzt, der mit einem sehenswerten Zuspiel auf Royer Übersicht bewies. Der 20-Jährige verwertete gegen seinen Ex-Club mit seinem starken linken Fuß per Volley ins lange Eck - ein sehenswerter Treffer.

Der mehrfach indisponierte Thomas Burgstaller patzte wenig später erneut, Hammerer ließ sich die Chance vor Gratzei aber entgehen (30.). Als Hadzic im Strafraum zu Boden ging, reklamierten die vor der Pause auch ohne ihr spanisches Trio - Carril fehlte verletzt, Guillem gesperrt und Nacho blieb auf der Bank - deutlich aktiveren Rieder vergeblich Elfmeter. Mevoungou hatte den Offensivspieler zu Fall gebracht (41.).

Nach Seitenwechsel kamen die Grazer vor 3.300 Zuschauern mit dem holprigem Boden und dem Gegner besser zurecht. Ein erster Schuss von Szabics ging knapp am Tor vorbei (54.), ein Kopfball von Burgstaller wurde zur sicheren Beute von Ried-Keeper Thomas Gebauer (64.). Auf der Gegenseite jagte der Liechtensteiner Martin Stocklasa dem Ball frei stehend über die Latte (69.).

Zwingende Torchancen für Sturm blieben aber aus, stattdessen schloss Hadzic in der Nachspielzeit einen Konter, den Stefan Lexa beinahe vertändelt hätte, mit einem wuchtigen Schuss zum 2:0 ab. Im völligen Trubel besorgte Glasner mit einer missglückten Kopfball-Rückgabe noch den Endstand - der erste Gegentreffer der Rieder im laufenden Bewerb.

Dennoch gelang dem Team von Paul Gludovatz die Revanche für die 0:1-Heimniederlage gegen Sturm im Halbfinale des Vorjahres. Der "Winterkönig" der Bundesliga, aktuell auf Tabellenplatz vier, hat damit sogar noch die Chance auf das Double. Ihren bisher einzigen Cupsieg hatten die Innviertler 1998 gefeiert.

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