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Goldtor durch Ronaldo in der Verlängerung © APA (epa)

Real Madrid hat sich für die Pleiten der jüngeren Vergangenheit gegen den Erzrivalen FC Barcelona rehabilitiert. Die Madrilenen

Real Madrid hat sich für die Pleiten der jüngeren Vergangenheit gegen den Erzrivalen FC Barcelona rehabilitiert. Die Madrilenen entschieden am Mittwochabend in Valencia das Finale des spanischen Fußball-Cups mit 1:0 nach Verlängerung für sich. Den entscheidenden Treffer erzielte Superstar Cristiano Ronaldo nach Maßflanke von Angel di Maria in der 102. Minute per Kopf.

Für Real ist es der 18. Cup-Titel, der erste seit 1993. Die Königlichen waren im "El Clasico" gegen Barca zuletzt sechs Spiele in Folge sieglos gewesen. In der Liga liegt das "Weiße Ballett" nach einem 1:1 im direkten Duell am Samstag bereits acht Punkte hinter den Katalanen auf Platz zwei. Umso wichtiger ist der Titel für Startrainer Jose Mourinho, der es sich nicht leisten kann, im ersten Jahr bei Real ohne Trophäe dazustehen. Er tut es auch nicht - seine Defensivtaktik ging auf.

Mourinho hatte erneut auf drei zentrale defensive Mittelfeldspieler gesetzt und damit zumindest vor der Pause das Spiel kontrolliert. Die Madrilenen waren die spielbestimmende Mannschaft, erst nach Seitenwechsel gab Barcelona den Ton an. Die besten Chancen vergaben Superstar Lionel Messi und Pedro (beide 75.) sowie Andres Iniesta, dessen Schuss am langen Eck vorbeistrich (81.).

Auf der Gegenseite hatte Pepe kurz vor der Pause per Kopf die Innenstange getroffen, der Ball kullerte parallel zur Torlinie dahin (44.). Die in Summe ausgeglichene Partie war von großer Hektik geprägt. Dazu mischten sich viele theatralische bis unsportliche Szenen auf beiden Seiten. Real-Verteidiger Arbeloa stieg Barca-Stürmer David Villa auf die Wade, zum wiederholten Mal kam es zur Rudelbildung (28.).

Erst in der Verlängerung spielte Real seine Klasse wieder aus. Ronaldo schoss aus vollem Lauf am Tor vorbei (98.), bei einer Flanke des überragenden Di Maria, den Marcelo mustergültig freigespielt hatte, war der Portugiese aber zur Stelle. Es war das 42. Tor von Ronaldo im 47. Pflichtspiel der laufenden Saison. Schon im ersten von vier "Clasicos" dieser Tage am Wochenende in der Liga hatte der 26-Jährige per Elfmeter getroffen.

Die große Chance auf die vorzeitige Entscheidung ließ Ronaldo in der 118. Minute zwar aus, der teuerste Fußballer der Welt bescherte Real dennoch den ersten Titel seit der Meisterschaft 2008. Im Halbfinale der Champions League haben die Madrilenen in den nächsten beiden Wochen gegen Barca die Chance, nachzulegen. Die Katalanen sind mit 25 Titeln auch nach der Niederlage weiter Rekordsieger im spanischen "Copa del Rey".

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