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Kapfenberg kann Sturm ein Bein stellen © APA (Archiv/Leodolter)

Nach Pleiten in Meisterschaft und Cup will Sturm Graz im Derby die Kurve kratzen. Der Kapfenberger SV war vor dem

Nach Pleiten in Meisterschaft und Cup will Sturm Graz im Derby die Kurve kratzen. Der Kapfenberger SV war vor dem inner-steirischen Aufeinandertreffen am Karsamstag (16.00 Uhr/live Sky) stets ein gern gesehener Gegner. In dieser Saison haben die Obersteirer in drei Spielen gegen Sturm bei 0:8 Toren noch keinen Zähler erobert.

Anders als der einen Punkt hinter der Austria liegende Tabellenzweite erwischten die "Falken" aber eine Traumwoche, die der erstmalige Einzug ins Cup-Halbfinale krönte.

Das 0:3 vor heimischer Kulisse gegen Salzburg und die 1:2-Cupniederlage in Ried ließen bei Sturm die Alarmglocken schrillen. Trainer Franco Foda zeigte sich nach dem Auftritt im Innviertel verärgert. Zwei Tage später sah der Deutsche die schwache Leistung aber aufgearbeitet. "Das ist abgehakt. Es hat Kritik gegeben, das müssen die Spieler aber ebenso vertragen wie das Lob nach dem Spiel gegen Rapid (2:0, Anm.)", sagte der vor seinem 200. Liga-Spiel als Sturm-Trainer stehende Foda (Bilanz 88-47-64).

Gegen den Lokalrivalen verlangte der Sturm-Coach von seiner Elf, das "wahre Gesicht" zu zeigen. "Ich habe deutlich gemacht, dass wir noch sieben Endspiele haben und voll konzentriert arbeiten müssen. Es ist in alle Richtungen alles möglich, nach oben und unten", meinte Foda. Mit Meister Salzburg und Ried sitzen den "Blackies" zwei Teams mit je zwei Punkten Rückstand im Nacken, auch Rapid ist bei vier Zählern Rückstand noch mitten im Titelkampf.

Sorgen bereitet dem noch amtierenden Cupsieger das Sturmduo. Roman Kienast, der Führende der Torschützenliste, laboriert an Knöchelproblemen. Seinem Sturmpartner Imre Szabics macht eine Blessur der Patellasehne zu schaffen. Vor allem der Ausfall von Kienast könnte schmerzen. Der 16-fache Saisontorschütze hat in den jüngsten vier Derbys sechs Treffer erzielt.

Kapfenberg schöpft aus den jüngsten Erfolgen in Linz und bei der Vienna Selbstvertrauen, will den ersten Heimsieg in der höchsten Spielklasse gegen die Grazer seit Mai 1958. "In der Mannschaft und im Verein herrscht positive Stimmung. Es ist eine gewisse Euphorie entstanden", beurteilte Werner Gregoritsch die Lage. "Gegen Sturm können wir zeigen, dass wir gut spielen können. Wir sind Außenseiter, auch die Statistik spricht für Sturm. Aber das ist eine Herausforderung für uns."

Wieder auf der Bank finden dürfte sich trotz seines Cup-Tores Comebacker Srdjan Pavlov. Deni Alar soll an vorderster Front die Sturm-Defensive beschäftigen. Bis Saisonende verzichten muss Gregoritsch auf Andreas Rauscher (Seitenbandeinriss) und Manuel Schmid, der nach einer Entzündung im Knie erneut operiert werden musste.

Entscheidungen fielen in punkto Kaderplanung bei Sturm. Während die Verlängerung der auslaufenden Verträge von Mario Kienzl und Ferdinand Feldhofer laut Sportdirektor Oliver Kreuzer nach wie vor ungewiss ist, bekam Martin Ehrenreich einen neuen Vertrag über zwei Jahre vorgelegt. Der ausgeliehene Timo Perthel kehrt nach Bremen zurück, auch Dominic Hassler und Samir Muratovic werden die Grazer im Sommer fix verlassen.

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