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Vorentscheidung im Aufstiegskampf © APA (Archiv/Pfarrhofer)

Der Montag könnte bereits eine kleine Vorentscheidung in der Ersten Fußball Liga bringen. Mit einem Sieg über seinen ersten

Der Montag könnte bereits eine kleine Vorentscheidung in der Ersten Fußball Liga bringen. Mit einem Sieg über seinen ersten Verfolger Altach kann Tabellenführer Admira im Heimspiel (18.30/live Sky und ORF Sport Plus) seinen Vorsprung bereits auf fünf Punkte ausbauen und sechs Spiele vor Meisterschaftsende die Weichen für den Aufstieg stellen. Beide Teams bezogen zuletzt Niederlagen.

Davon, dass der Druck bei den Gästen aus Vorarlberg liegt, will man in Altach nichts wissen. "Der Druck liegt eher bei der Admira", sagte Altach-Trainer Adi Hütter im Hinblick auf die verheerende Personalsituation. Mit Harald Unverdorben, Philipp Netzer, Patrick Scherrer, Matthias Koch und Gernot Suppan muss er ein gesperrtes Quintett vorgeben, dazu kommen noch Kapitän Alexander Guem, Mittelfeldmann Matthias Hopfer und Stürmer Orhan Ademi, die allesamt verletzt sind. Und Suppan-Ersatzmann Thorsten Schick zog sich zu allem Überfluss im Training noch einen Bänderriss im Knöchel zu.

"Die Voraussetzungen für ein Spitzenspiel sind deshalb nicht so recht gegeben", meinte Hütter, der die 1:2-Heimniederlage gegen Hartberg am vergangenen Freitag bereits abgehakt hat. "Es werden auch Amateurspieler eine Chance bekommen, ich vertraue ihnen. Beide Teams haben einen Druck, aber aufseiten der Admira ist er doch größer." Ein klares Ziel hat man sich aber gesteckt: "Wir wollen ungeschlagen bleiben, es sind dann noch sechs Runden zu spielen."

Auch in der Südstadt sind tiefe Sorgenfalten derzeit en vogue. Am Freitag vor einer Woche schlitterte man in Wolfsberg in ein 0:5-Debakel, in den jüngsten vier Partien gab es lediglich einen Punkt bei 3:12 Toren. Der Vorsprung auf Altach, der nach der 26. Runde noch 7 Punkte betragen hatte, ist geschmolzen, die Kurve zeigt just zu einem ungünstigen Zeitpunkt steil nach unten. Fast auf den Tag genau ein Jahr nach seiner Inthronisierung am 26. April 2010 ist Admira-Coach Dietmar Kühbauer gefragt. Er löste damals Walter Schachner ab, dessen Arbeit nach zwei Niederlagen in Folge nicht mehr gewünscht war.

Präsident und Geldgeber Richard Trenkwalder sieht dem Duell gelassen entgegen. "Wir haben keine Verletzten, können voll spielen. Wenn wir alle unsere restlichen Heimspiele gewinnen, dann sollte sich der Aufstieg ausgehen", sagte der 63-Jährige, der die Erstklassigkeit herbeisehnt. "Das wäre wichtig, weil der Deckungsbeitrag um 2,5 Millionen größer ist. Wir sind ein großer Verein, was die sportliche Pyramide betrifft, mit Rapid und Austria zu vergleichen. Wir haben einen riesigen Nachwuchs, eine Akademie. Das wäre wichtig, um längerfristig, auch die Akademie finanzieren zu können. Den Kader der Kampfmannschaft würden wir aber nur punktuell verstärken."

Auch für den Fall, dass der Sprung nach oben nicht gelingt, hat Trenkwalder klare Vorstellungen: "Wir würden noch stärker als schon jetzt auf Eigenbauspieler zurückgreifen. Teurere Spieler wie Jezek oder Ledezma könnten wir uns dann nicht mehr leisten." Kühbauer spielt aber in beiden Szenarien eine tragende Rolle. "Wir haben auf jeden Fall mit ihm geplant, er kann ja auch mit jungen Spielern sehr gut umgehen, das hat man in der Regionalliga (Admira Juniors, Anm.) gesehen."

In Altach betont man ebenfalls, dass der Aufstieg in wirtschaftlicher Hinsicht kein absolutes Muss ist. "Wir wollen natürlich in die Bundesliga, aber auch wenn der Aufstieg nicht gelingt, wird eine schwarze Null stehen", meinte Geschäftsführer Christoph Längle. "Altach wird es in diesem Fall in der kommenden Saison in der selben Qualität oder noch stärker geben." Infrastrukturmaßnahmen am und um die Cashpoint-Arena müssten dann aber wohl hintanstehen. "Es gibt Pläne für einen Tribünenumbau, einen weiteren Trainingsplatz für die Profis oder Verbesserungen im Bereich der Kabinen. Die liegen derzeit auf Eis, ein Aufstieg würde vieles leichter machen."

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