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Sturm Graz mitten im Titelkampf © APA (Leodolter)

Sturm Graz hat Trainer Franco Foda am Samstag das perfekte Geschenk zum 45. Geburtstag und 200. Bundesliga-Spiel gemacht. Nach

Sturm Graz hat Trainer Franco Foda am Samstag das perfekte Geschenk zum 45. Geburtstag und 200. Bundesliga-Spiel gemacht. Nach dem eindrucksvollen 5:0 im Steiermark-Derby der Fußball-Bundesliga in Kapfenberg konnte auch Foda nicht mehr bestreiten, dass sein Team Chancen auf den Titel hat. "Wir sind dick dabei, aber es wird bis zur letzten Runde spannend bleiben", meinte der Deutsche.

"Dieses 5:0 ist ein Rufzeichen. Wir haben klar gezeigt, wer die Nummer eins in der Steiermark ist", stellte der starke Offensivspieler Imre Szabics klar. Die Saisonbilanz zwischen den steirischen Oberhaus-Clubs spricht eine deutliche Sprache: Vier Spiele, vier Sturm-Siege, 13:0 Tore. Mit dem 5:0 stellten Szabics und Co. Sturm höchsten Auswärtssieg der Bundesliga-Geschichte ein, am 1. August 2001 hatte es in Bregenz ebenfalls ein 5:0 zu feiern gegeben.

Kapfenberg-Coach Werner Gregoritsch war enttäuscht über das Auftreten seines Teams. "Eigentlich hätten wir ohne Druck drauf los spielen können. Aber stattdessen haben wir ohne Leidenschaft und Leben gespielt." Auch Abwehrspieler Thomas Schönberger schüttelte nach dem lockeren Spaziergang für die Gäste den Kopf: "Wir sind wie Schülerbuben ausgekontert worden."

Kapfenbergs Präsident Erwin Fuchs sprach von einem "beschämenden Auftritt", fand dann aber doch noch etwas Positives an der Nachbarschaftshilfe: "Wenn wir Sturm dadurch zum Titel verholfen haben, dann soll es mir recht sein."

Ein dramatisches Finale hatte das Kellerduell zwischen Mattersburg und dem weiter abgeschlagenen Schlusslicht LASK (1:1) zu bieten. "Das ist schwer zu verdauen. Der LASK ist anscheinend vom Pech verfolgt", haderte LASK-Coach Walter Schachner nach dem Ausgleich in der 94. Minute durch den im Abseits stehenden Patrick Bürger. LASK-Torschütze Daniel Kogler sprach völlig zurecht vom einem "negativen Deja-vu".

Denn auch im ersten Saisonduell im Pappelstadion hatten die Linzer dank eines Kogler-Tores im Finish geführt, Mattersburg war aber auch damals in der Nachspielzeit der Ausgleich gelungen. Damit hat Mattersburg in den vier Saisonspielen gegen die Linzer um sechs Punkte mehr geholt (8:2), wohl die entscheidenden im Kampf um den Ligaverbleib. Sechs Spiele vor Schluss hat der LASK neun Punkte Rückstand auf die Burgenländer, angesichts von nur einem LASK-Erfolg in den jüngsten 19 Runden ein beruhigender Polster.

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