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Linz (r.) rettete der Austria einen Punkt in Ried © APA (rubra)

Der FK Austria Wien hat es zum Abschluss der 30. Runde der Fußball-Bundesliga verabsäumt, wieder an die Tabellenspitze

Der FK Austria Wien hat es zum Abschluss der 30. Runde der Fußball-Bundesliga verabsäumt, wieder an die Tabellenspitze zurückzukehren. Die Wiener kamen am Ostersonntag im Auswärtsspiel bei der SV Ried zu einem 1:1-(0:1)-Remis und glücklichen Punktgewinn. Roland Linz sorgte erst in der 90. Minute für den Ausgleich, nachdem Markus Hammerer die Oberösterreicher in Führung gebracht hatte (42.).

Die Elf von Coach Karl Daxbacher (51 Punkte), die inklusive Cup die dritte Niederlage in Folge gerade noch abwenden konnte, liegt damit einen Punkt hinter Sturm Graz (52). Die Grazer waren am Samstag mit einem 5:0-Sieg gegen Kapfenberg an die Tabellenspitze gestürmt. Die Oberösterreicher (genauso wie Rapid 48) verbesserten sich auf Rang vier, ließen aber die große Chance aus, im Kampf um die Europacup-Plätze noch besser zu punkten.

Den Wienern war die Verunsicherung nach der 0:4-Cup-Viertelfinal-Heimschlappe gegen Austria Lustenau am Dienstag von Beginn an anzumerken. Die Daxbacher-Elf wollte vor allem mit einer gesicherten Defensive ein Gegentor verhindern, was in der Anfangsphase auch gelang. Vom Offensivspiel der Gäste war allerdings überhaupt nichts zu sehen, und mit der Zeit schlichen sich auch in der Defensive immer wieder Fehler ein.

Markus Hammerer hätte innerhalb von zwei Minuten berühmt werden können. Zuerst schlug der Ried-Solo-Stürmer nach einem idealen Lochpass von Mader am Ball vorbei (24.), gleich darauf schoss er nach einer missglückten Austria-Abseitsfalle aus etwas spitzem Winkel hauchdünn am langen Eck vorbei (25.). Im dritten Anlauf war der Führungstreffer der Rieder dann perfekt. Nach einem Lexa-Eckball konnte Lindner einen Hammerer-Kopfball etwas ungeschickt nur kurz abwehren, und der 21-Jährige sorgte im zweiten Versuch neuerlich per Kopf für das 1:0 (42.).

Die ideenlosen Austrianer kamen erst in der Nachspielzeit der ersten Hälfte zur ersten Chance: Nach einem Junuzovic-Eckball und einem Kopfball von Hlinka, der nach seiner überstandenen Achillessehnenverletzung sein erstes Spiel seit 11. Dezember 2010 machte, rettete Schrammel per Kopf auf der Linie (45.).

Nach der Pause kamen die Wiener mit mehr Elan aus der Kabine und so bekamen die 7.300 Zuschauer in der fast ausverkauften Keine-Sorgen-Arena mehr für ihr Eintrittsgeld geboten. Vor allem in der Schlussphase wirkten Roland Linz und Co. deutlich gefährlicher, richtige Torchancen waren aber Mangelware. Ein Klein-Schuss aus aussichtsreicher Position fiel deutlich zu schwach aus (59.), ein Volleytreffer von Linz wurde zurecht wegen Abseits aberkannt (76.) und Gebauer rettete bei einem Barazite-Abschluss mit einer Fußabwehr (85.).

In der Schlussminute durften die nun schon seit vier Partien (inklusive Cup) sieglosen Wiener aber doch noch jubeln. Einen Junuzovic-Freostoß verlängerte Linz per Kopf zum 1:1 (90.), es war der 16. Saisontreffer für den Austria-Stürmer. Für die Favoritner geht es am Samstag mit dem Auswärtsspiel gegen Wiener Neustadt weiter, die Rieder, die am Mittwoch ins Cup-Halbfinale eingezogen waren, gastieren im Derby beim Schlusslicht LASK.

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