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In letzter Minute einen Punkt aus Ried entführt © APA (epa)

Sturm Graz biegt als Nummer eins in die Zielgerade der Fußball-Bundesliga ein. Durch das 1:1 der Wiener Austria am Sonntag in

Sturm Graz biegt als Nummer eins in die Zielgerade der Fußball-Bundesliga ein. Durch das 1:1 der Wiener Austria am Sonntag in Ried gehen die Steirer als Tabellenführer in die letzten sechs Runden der Meisterschaft. Der Kampf um den Titel bleibt extrem spannend, die Top-Fünf Sturm (52 Punkte), Austria (51), Rapid (48), Ried (48) und Salzburg (47) sind weiterhin nur durch fünf Zähler getrennt.

Bei den Austrianern, die die jüngsten vier Pflichtspiele nicht gewonnen haben, zeigt die Tendenz weiter nach unten. "Man konnte die Verunsicherung der Mannschaft sehen", meinte Trainer Karl Daxbacher, dessen Team in Ried durch den späten Ausgleich von Roland Linz (90.) zumindest noch Schadensbegrenzung betrieben hat. "Der Punkt ist sehr wichtig für uns, vor allem für die Moral."

Daxbacher hofft, dass die verlorene Tabellenführung auch Positives bringt. "Ich hoffe, dass wir jetzt wieder befreiter spielen und den Fußball zeigen, den wir über lange Strecken schon gezeigt haben." Goalgetter Linz fand trotz seines 16. Saisontores kritische Worte: "Wir haben sehr schlecht gespielt, waren total verunsichert. So kann man nicht erwarten, dass wir Meister werden."

Für die Austria war es bereits der 14. Saisontreffer im Finish (ab Minute 76), nur Wacker Innsbruck hat in der eigentlichen "Rapid-Viertelstunde" noch um ein Tor mehr gemacht. Winterkönig Ried lässt sich nicht abschütteln und darf weiter vom Sensationscoup träumen. "Vier Punkte Rückstand auf die Spitze sind sehr wenig", zeigte sich Gerhard Schweitzer, der Vertreter des grippekranken Paul Gludovatz, zuversichtlich.

"Auch das Wort Double dürfen wir in den Mund nehmen, immerhin sind wir in beiden Bewerben noch dabei. Wir wollen etwas schaffen und haben einen unheimlichen Willen dazu", meinte Co-Trainer Schweitzer, der das enge Rennen um die Europacup-Plätze als "gut für die Liga" ansieht.

Passend zum verrückten Verlauf der Liga scheint sich der vermeintliche Heimvorteil in den vergangenen Wochen in einen Nachteil verwandelt zu haben. In den jüngsten drei Runden gab es in 15 Versuchen lediglich zwei Erfolge der Heimteams, aber gleich neun Siege der Gäste.

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