vergrößernverkleinern
Heraf zittert vor Brasilien und Argentinien © APA (Archiv/Schlager)

Für Österreichs Fußball-U20-Auswahl geht die Vorbereitung auf die WM in Kolumbien in der Nacht auf Donnerstag (3:00 Uhr MESZ)

Für Österreichs Fußball-U20-Auswahl geht die Vorbereitung auf die WM in Kolumbien in der Nacht auf Donnerstag (3:00 Uhr MESZ) in die heiße Phase. Vor den Augen von Teamchef Andreas Heraf und Teammanager Walter Konir steigt in Cartagena die Auslosung für die Endrunde vom 29. Juli bis 20. August, die dem ÖFB-Team einen ähnlichen Erfolg wie Platz vier bei der U20-WM 2007 in Kanada bescheren soll.

Dafür ist allerdings auch Losglück notwendig. "Brasilien oder Argentinien wollen wir nicht unbedingt bekommen", erklärte Heraf. "Aber Wunschgegner gibt es keine. Wir müssen es nehmen, wie es kommt." 24 Mannschaften werden in sechs Vierer-Gruppen gelost, die jeweiligen Gruppenersten und -zweiten steigen ebenso ins Achtelfinale auf wie vier besten Gruppendritten.

Die Zusammensetzung der ÖFB-Mannschaft für die WM ist noch immer nicht geklärt. Von Nationaltrainer Dietmar Constantini gibt es die Zusage, dass die A-Teamspieler David Alaba (Hoffenheim) und Aleksandar Dragovic (Basel) nach Kolumbien reisen dürfen. Weit komplizierter dürfte es mit der Freigabe der Vereine werden, auch wenn Heraf noch auf ein Einlenken hofft. "Beide wollen unbedingt zur WM, und wir müssen mit den Besten hinfahren, sonst können wir nur schwer bestehen."

In den kommenden Tagen geht es für Heraf allerdings weniger um das Spielerpersonal als um die organisatorischen Rahmenbedingungen. Unmittelbar nach der Auslosung steht ein eintägiger Workshop für alle WM-Teilnehmer auf dem Programm, danach fliegen Heraf und Konir in jene Stadt, in der die Österreicher ihre WM-Spiele bestreiten, und besichtigen jenes Hotel und jenen Trainingsplatz, die ihnen von der FIFA zu gewiesen wurden.

Der Austragungsort ist für Heraf von wesentlicher Bedeutung. Spiele in 2.600 Metern Seehöhe sind ebenso möglich wie Partien bei 35 Grad und extrem hoher Luftfeuchtigkeit auf Meeresniveau. "Wir werden uns vor Ort genau über jedes Detail informieren, damit es während der WM keine unangenehmen Überraschungen für uns gibt", versprach der Coach, der seinen Kolumbien-Trip mit mulmigem Gefühl antritt. "Ich leide unter einer gewissen Flugangst, daher ist eine so lange Reise für mich eine echte Herausforderung."

Die Vorbereitung mit dem Team setzt Heraf nach dem Ende der nationalen Meisterschaften fort. Ende Mai stehen Leistungstests in Salzburg-Rif an, ehe es Anfang Juni für eine Woche ins Trainingslager nach Andalusien geht.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel