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Jubelt die Admira auch am Saisonende noch? © APA (Pessenlehner)

Admira nach fünf Jahren wieder erstklassig, oder Altach nach zwei? Diese Frage ist am Ostermontag im direkten Duell der zwei

Admira nach fünf Jahren wieder erstklassig, oder Altach nach zwei? Diese Frage ist am Ostermontag im direkten Duell der zwei Titelanwärter der Erste Liga nicht einmal ansatzweise beantwortet worden. Mit dem 1:1 (0:0) in der Südstadt wurde der Status quo prolongiert. Die Niederösterreicher liegen sechs Runden vor Schluss der Meisterschaft weiterhin zwei Punkte vor den zufriedenen Vorarlbergern.

In einem enttäuschenden, wenn auch kampfbetonten Match mit wenigen Höhepunkten, Vorteilen für die Gäste vor der Pause und Pluspunkten für die Hausherren nach Seitenwechsel und daher auch einem gerechten Ergebnis, demonstrierten beide Mannschaften - zumindest an diesem Abend - nicht unbedingt Bundesligareife. Vor allem die spielerischen Defizite waren augenscheinlich, auch wenn den Altachern fünf gesperrte Stammspieler fehlten. Die Admira ist mit dem fünften sieglosen Spiel in Folge mit nur zwei Pünktchen weiterhin in einer gewissen Krise, obwohl das so manche ihrer Akteure nicht so sehen wollten.

Sicherlich aber das Gros der 6.500 Zuschauer (darunter u.a. auch der aus Vorarlberg stammende ÖVP-Klubobmann Karlheinz Kopf, Andi Herzog, Andi Heraf usw.), die im Bundesstadion Südstadt für eine Kulisse sorgten, die zuletzt der italienische Weltmeister bei seinem einzigen offenen Training vor der EM 2008 gehabt hatte. Symptomatisch für die aktuelle Schwäche der Südstädter ist wohl Torschützenleader Benjamin Sulimani, der den letzten seiner 17 Treffer am 25. Februar beim 6:0 in Gratkorn erzielt hatte, somit bereits acht Runden seine Ladehemmung pflegt. Zum Glück für die Admira springt immer wieder - wie auch am Montag - der 33-jährige Tscheche Patrik Jezek ein, dessen gute Schusstechnik zu seinem 13. Saisontor führte.

Die Admiraner, von Präsident Richard Trenkwalder über Trainer Didi Kühbauer bis zu den Kickern, klammern sich derzeit an die zwei Zähler Plus. "Natürlich haben wir eine Chance auf die Vorentscheidung liegen lassen, das haben wir aber schon ein paar Mal in dieser Saison. Wir sind aber immer noch zwei Punkte vorne, das muss man erst aufholen. Das ist unser kleiner Vorteil," sagte der Boss an seinem 61. Geburtstag. Der Präsident, der den Altachern beim 1:1 eine aggressivere und körperbetontere Spielweise attestierte, erinnerte aber auch daran, dass seine Mannschaft in dieser Saison schon neun Punkte Vorsprung auf den Rivalen (Anm.: nach der 14. Runde) bzw. sieben (immerhin noch nach der 25.) aufgewiesen hatte. Kritik an dem Trainer wollte Trenkwalder aber keine äußern. "Wir waren saisonübergreifend immerhin auch 20 Spiele (18 Siege, zwei Remis) in Folge ungeschlagen."

Didi Kühbauer fand es beachtlich, wie Altach fünf Gesperrte einfach so wegstecken konnte und verwies damit auch auf den guten Kader der Vorarlberger, die übrigens in der Südstadt in vier Spielen (je zwei Remis und Niederlagen) noch nicht gewonnen haben. "Wir sind zwei Punkte vorne, und wenn es bis zum Ende so bleibt, habe ich nichts dagegen, aber es genügt ja dann auch schon ein Zähler. Es ist noch ein weiter Weg, aber er ist zu schaffen und ich bin guter Dinge", so der Coach, der von den bisher 36 Liga-Spielen als Admira-Trainer 25 (bei fünf Remis und sechs Niederlagen) gewonnen hat und von der 6. bis 19. und seit der 21. Runde mit seiner Elf die Tabelle anführt, während Altach (1-5 und noch nach der 20.) voranlag.

"Unser Ziel hier gegen die verunsicherten Admiraner war ein Punkt und den haben wir verdientermaßen trotz unserer Personalprobleme auch erreicht", meinte der recht zufriedene Altach-Coach Adi Hütter, der die Titelchancen seiner Elf als recht seriös einstuft. Aber es warten ja noch schwere Gegner, so gleich am Freitag im Heimspiel Austria Lustenau. "Denn die wollen natürlich nicht, dass Altach in die Bundesliga aufsteigt", weiß der gebürtige Hohenemser. Während auch Ausgleichsschütze Daniel Schütz (sechster Saisontreffer) mit dem Remis "sehr zufrieden" war, sieht sein Kollege Mathias Hopfer schon weiter: "Wir gewinnen alle sechs Spiele und werden Meister."

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